zur Navigation springen

Terroranschlag am Breitscheidplatz : Untersuchungsausschuss zum Anschlag in Berlin gestartet

vom

Sieben Monate nach dem Anschlag sollen jetzt Senatoren als Zeugen aussagen und Akten im Umfang von 25.000 Seiten bearbeitet werden.

Berlin | Der Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zum islamistischen Terroranschlag hat seine Arbeit aufgenommen. In den nächsten Jahren wollen die Ausschussmitglieder aufklären, ob und welche Fehler Polizei und andere Behörden vor dem Anschlag im Dezember machten.

Anris Amri hatte am 19. Dezember einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert und zwölf Menschen getötet. Im Mittelpunkt steht immer wieder die Frage, ob der Attentäter vor dem 19. Dezember 2016 hätte gestoppt werden können.

Dafür sollen auch prominente Zeugen aus der Politik sowie Kriminalpolizisten befragt werden. Genannt wurden der frühere Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU), sein Nachfolger Andreas Geisel (SPD) und Ex-Justizsenator Thomas Heilmann.

Der Ausschuss will zunächst umfangreiche Akten vom Bund und aus den Ländern Berlin, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg anfordern und in der Sommerpause bearbeiten. Die Rede war von rund 25.000 Seiten aus Behörden wie Polizei, Verfassungsschutz und Innenministerien. Der Ausschussvorsitzende Burkard Dregger (CDU) sagte: „Dann ist es unsere Aufgabe, die Akten fleißig zu durchpflügen und die richtigen Fragen zu identifizieren und die richtigen Zeugen zu benennen.“

In der nächsten Sitzung am 8. September soll die Vorladung erster Zeugen beschlossen und die vorläufige Reihenfolge der Befragung festgelegt werden.

zur Startseite

von
erstellt am 14.Jul.2017 | 15:55 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen