zur Navigation springen

Vorwürfe gegen französische Blauhelme : UN-Soldaten sollen Mädchen zu Sex mit Hund gezwungen haben

vom

Sie sollen den Frieden in der Welt sichern, doch die Vorwürfe gegen die Blauhelmsoldaten überschatten den Auftrag der UN-Truppen.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2016 | 11:20 Uhr

Neue Missbrauchsvorwürfe gegen französische UN-Soldaten kommentieren die Vereinten Nationen als „widerlich“, „abscheulich“ und „schockierend“. In der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) sollen Blauhelmsoldaten sowie unabhängige Friedenstruppen 98 Mädchen missbraucht und vier Mädchen zum Sex mit einem Hund gezwungen haben. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon reagierte schockiert auf die Vorwürfe am Donnerstag.

Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gab es in den letzten zwei Jahren bereits mehrfach gegen Soldaten, die im Rahmen der UN-Friedensmission in die ZAR geschickt worden waren. Diese Fälle werden von der zuständigen UN-Abteilung in New York untersucht.

Drei Mädchen hatten diese in Gesprächen mit Mitarbeitern der gemeinnützigen US-Organisation AIDS-Free World erhoben. Sie hatten berichtet, im Jahr 2014 von französischen Truppen gefesselt, ausgezogen und dann zum Sex mit einem Hund gezwungen worden zu sein. Das vierte Opfer sei später an einer unbekannten Krankheit gestorben.

In Gesprächen kam auch der mutmaßliche sexuelle Missbrauch gegen 98 Mädchen ans Licht. Erst vergangenen Montag soll eine 16-Jährige ihrer Mutter zufolge von einem kongolesischen UN-Soldaten vergewaltigt worden sein. Blauhelmsoldaten und andere Mitarbeitern von UN-Missionen sollen 2015 Opfer in insgesamt 69 Fällen sexuell missbraucht haben. Die meisten Fälle gab es demnach zuletzt in der Zentralafrikanischen Republik.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra'ad Al Hussein, nannte die neuen Vorwürfe am Donnerstag „widerlich“ und „abscheulich“. Anfang März hätte der UN-Sicherheitsrat eine Resolution verabschiedet, um schärfer gegen den sexuellen Missbrauch durch Blauhelmsoldaten vorzugehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen