Vereinte Nationen : UN-Budget soll um 285 Millionen Dollar gekürzt werden

Die ehemalige Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, ist seit Januar 2017 US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen.

Die ehemalige Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, ist seit Januar 2017 US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen.

Die Budget-Kürzung steht schon seit längerem fest. Nun scheinen die USA die Kürzung für sich reklamieren zu wollen.

DSC_0125.JPG von
27. Dezember 2017, 08:52 Uhr

Washington/New York | In den kommenden zwei Jahren müssen die Vereinten Nationen (UN) mit weniger Geld auskommen. Bereits im Oktober kündigten die UN-Mitglieder an, das Budget kürzen zu wolllen.

Das Budget der Uno setzt sich aus den Pflichtbeiträgen ihrer Mitglieder, den Pflicht-Beitragsumlagen und den freiwilligen Beiträgen der Mitgliedstaaten zusammen. Daraus ergab sich im vergangenen Jahr eine Gesamtsumme aller Pflichtbeiträge von rund 2,8 Milliarden US-Dollar. Der größten Anteil des Budgets kommt aus den USA. Sie trugen 22 Prozent (610 Millionen US-Dollar) zum Haushalt bei.

Eine Kürzung des Budgets um nun 285 Millionen Dollar bedeute allerdings nicht, dass die Zahlungen der USA um diesen Betrag schrumpfen, berichtet der Spiegel. Der US-Anteil solle verringert werden, jedoch nicht um die genannten 285 Millionen Dollar. 

Das klang zuvor noch anders: In einer Mitteilung der US-Vertreterin bei der Uno, Nikki Haley, hieß es am 24. Dezember: „Es ist bekannt, dass die Vereinten Nationen ineffizient und verschwenderisch sind. Wir werden es nicht zulassen, dass die Großzügigkeit der US-Amerikaner länger ausgenutzt wird oder ungeprüft bleibt.“

Der Spiegel vermutet hinter dieser Reklamation für sich einen strategischen Schritt, um die Budget-Kürzung als Strafe für die Jerusalem-Resolution der UN erscheinen zu lassen: Mit der Jerusalem-Resolution forderte die UN-Vollversammlung die US-Regierung auf, die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt zurückzunehmen. Diese wurde von den Mitgliedern mehrheitlich angenommen. Gegen die Resolution hatten die USA im Vorweg ein Veto im Sicherheitsrat eingelegt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen


Nachrichtenticker