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Politik

17. Dezember 2017 | 18:28 Uhr

Übertriebene Bespaßung?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2014 | 13:35 Uhr

Möchte man zu „unseren Jungs“ gehören, die sich im idyllisch gelegenen, aber verregneten Südtirol auf das weltweit erwartete Fußballturnier vorbereiten? Laufen in nassen Jacken herum, müssen auf dem Fahrrad strampeln, ziehen an Gummibändern hin und her. Glaube doch niemand, dass die verwöhnten Stars Vergnügen daran haben. Keine Frauen, so gut wie keinen Alkohol, dazu Kameradschaft mit denen, die man gerade noch bis kurz vor den Kreuzbandriss bekämpft hatte. Da muss den Trainern schon etwas einfallen, um die Truppe bei Laune zu halten. Im richtigen Krieg gab es eine ganze Unterhaltungsindustrie, die für Stimmung sorgte. Mit Gesang und groben Späßen berühmter Interpreten. Mit derart leichter Muse lässt sich heute keine Fußball-Truppe bespaßen. Da müssen Prominente her, mit denen man „auf Augenhöhe“ ist – wie etwa Rennfahrer, möglichst solche, die auf der Pole-Position zuhause sind. Vielleicht in der Hoffnung, dass Sieger-Gene anstecken, und wenn noch Geld verdient wird, umso besser. Lange hat das niemanden gestört, nun gab es eine Panne, die Empörung ist groß. Jetzt muss ein harmloses Beiprogramm her.

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