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Kanada, Russland und die Ukraine-Krise : Twitter-Streit: „Russia“ und „Not Russia“

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Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat neues Territorium erreicht. Nato-Mitglied Kanada und Russland geben sich auf Twitter Geografieunterricht.

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erstellt am 29.Aug.2014 | 13:27 Uhr

New York | Kanada und Russland haben ihre unterschiedlichen Positionen im Ukraine-Konflikt nun auch per Internet-Kurznachrichtendienst Twitter klar gemacht. Nachdem in der Ukraine gefangen genommene russische Soldaten behauptet hatten, sie hätten irrtümlich die Grenze überquert, postete die kanadische Vertretung bei der Nato eine Karte Osteuropas auf Twitter. Russland in rot mit der Aufschrift „Russia“ und die Ukraine - mit der Krim - in blau mit der Aufschrift „Not Russia“ (dt: „Nicht Russland“). Dazu der Kommentar: „Geografie kann schwierig sein. Hier ein Ratgeber für russische Soldaten, die sich immer wieder verirren und „zufällig“ ukrainisches Territorium betreten.“  Der Tweet wurde zu einem Internet-Hit.

Doch als Antwort postete die russische Nato-Delegation eine Karte, die die Krim als Teil Russlands zeigt. „Wir helfen unseren kanadischen Kollegen, zu der aktuellen Geografie in Europa aufzuschließen.“

Während Kremlchef Wladimir Putin die Offensive inmitten eines Streits um die Präsenz russischer Soldaten im Nachbarland als „Erfolg“ bezeichnete, sprach die Bundesregierung erstmals von einer „militärischen Intervention“ Russlands. Seit Beginn der Kämpfe im April kamen nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 2593 Menschen ums Leben. Damit habe sich die Zahl der Toten seit Mitte Juli verdoppelt, heißt es in einem Bericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, der in Genf vorgestellt wurde.

Putin appellierte an die Rebellen, einen Fluchtkorridor für eingekesselte ukrainische Einheiten einzurichten. Dies solle es den ukrainischen Soldaten ermöglichen, die Kampfzone zu verlassen. Unnötige Opfer sollten vermieden werden. Putin richtet seine Nachricht ausdrücklich an die Kämpfer von „Neurussland“ - ein Begriff, den die moskautreuen Separatisten als Zeichen ihrer angestrebten Abspaltung von der Ukraine verwenden. Von der prowestlichen Regierung in Kiew forderte Putin erneut eine sofortige Waffenruhe. Die ukrainische Führung müsse sich mit den Aufständischen im Osten des Landes an einen Tisch setzen und alle Probleme friedlich lösen.

Auf Twitter ließen Reaktionen über „Neurussland“ nicht lange auf sich warten.

Andere bezweifeln mit harschen Worten die objektive Berichterstattung der öffentlichen Medien.

Einige sprechen von einer Invasionslüge der Ukraine.

Andere sehen den Ruf Putins in der Welt zerstört.

Neurussland wird die Kriminellen im Kreml viel Geld kosten, meint ein Twitterer.

(mit dpa)

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