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Von sinnvoll bis verfassungswidrig : Twitter-Reaktionen auf die Frauenquote

vom
Aus der Onlineredaktion

Eigentlich ist es immer noch eine Männerquote: Nur knapp 30 Prozent der Führungspositionen in den Top-100-Unternehmen sollen ab 2016 per Gesetz von Frauen besetzt werden. Die Entscheidung sorgt für Kritik auf Twitter.

shz.de von
erstellt am 26.Nov.2014 | 16:24 Uhr

Flensburg | Die schwarz-rote Bundesregierung hat sich nach wochenlangem Streit auf eine gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent vom Jahr 2016 an geeinigt. Danach sollen knapp ein Drittel der Aufsichtsratsposten in über 100 börsennotierten Unternehmen künftig von Frauen besetzt sein. Sollten die Firmen die Posten nicht ausreichend mit Frauen besetzen, bleiben die Stühle leer. Auf Twitter entbrennt eine Diskussion über Sinn und Sinnlosigkeit der Frauenquote in Unternehmen. Viele sehen die Frauenquote als Rückschritt und üben Kritik.

Doch ist die Entscheidung verfassungswidrig?

Die Macher in der großen Koalition feiern sich und die Frauenquote bereits.

Dabei geht es der Bundesregierung offenbar rein um die 30 Prozent Frauenquote, nicht aber um die Qualifikation der Arbeiter, finden einige Twitterer.

In der Wirtschaft sehen das viele genauso. „Eine solche Quote ignoriert, dass das entscheidende Kriterium die fachliche Qualifikation sein muss“, erklärte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin. Eine gesetzliche Vorgabe schade Unternehmen wie Beschäftigten.

Auch Unternehmen, die die Anforderungen bereits erfüllen, sind nicht begeistert. So hält der Pharma- und Chemiekonzern Merck, in dessen 16-köpfigem Kontrollgremium sechs Frauen sitzen, nichts von einer gesetzlich verordneten Quote. „Es entbehrt jeglicher wirtschaftlicher Vernunft, Frauen nur deswegen in Führungspositionen zu bringen, um eine Quote zu erfüllen“, sagte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley.

Die Kritik geht so weit, das viele Twitterer der Meinung sind, die Entscheidung würde Wähler zur AfD treiben.

Neben all der Kritik gibt es jedoch auch Befürworter(-innen) der Quote.

Zum Schluss bleibt bei der Entscheidung vielleicht nur etwas Humor.

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