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Landtagswahl in Rheinland-Pfalz : TV-Duell Dreyer gegen Klöckner: Das sind die Reaktionen

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Aus der Onlineredaktion

Das Publikum wählte Ministerpräsidentin Dreyer zur Siegerin des TV-Duells. Bei Twitter spalten sich die Gemüter.

Mainz | Knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben sich die beiden Spitzenkandidatinnen Malu Dreyer (SPD) und Julia Klöckner (CDU) ein teils scharfes TV-Duell geliefert. Sie trafen am Dienstag eine halbe Stunde live beim Südwestrundfunk aufeinander. In einer nicht repräsentativen Befragung des Testpublikums beim SWR sahen danach 35 Prozent die amtierende Ministerpräsidentin Dreyer als Siegerin, 32 Prozent die CDU-Herausforderin Klöckner.

Der erste TV-Duell zweier Frauen war mit Spannung erwartet worden. Jetzt gibt es zwei Sieger. Ein Zeichen für die anstehende Landtagswahl. Die Herausforderin CDU mit ihrer Spitzenkandidatin Julia Klöckner könnte die Wahl gewinnen. Das würde die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat verschieben. 

Dreyer warf CDU-Landeschefin Klöckner vor, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingsfrage im Stich zu lassen: „Sie fallen ihr in den Rücken, anstatt sie zu stärken.“ Klöckner erwiderte, die rot-grüne Landesregierung versage der Kanzlerin die Unterstützung, wenn es darum gehe, die Liste der sicheren Herkunftsstaaten um Marokko, Tunesien und Algerien zu erweitern. „Es ist leider falsch, was Sie sagen“, konterte Dreyer. Dem Bundesrat sei noch kein Gesetzentwurf dazu vorgelegt worden. Daher habe die Landesregierung in dieser Frage noch gar keine Entscheidung treffen müssen.

Malu Dreyer bleibt bei ihrer Absage an eine Elefantenrunde mit der AfD vor der Landtagswahl. „Solange ich nicht muss, solange werde ich Rechtspopulisten und Rechtsextremen kein Forum bieten“, sagte die SPD-Spitzenkandidatin. In Sachsen könne man sehen, was passiere, wenn man Rechtspopulisten unterschätze. CDU-Landeschefin Klöckner will an der Fernsehrunde am 10. März im SWR teilnehmen: „Wir müssen dafür kämpfen, dass wir die potenziellen Wähler zurückgewinnen“, sagte sie. Dafür müssten die Argumente auf den Tisch. „Das geht nur, wenn man sie nicht zu Märtyrern macht.“

Bei Twitter wurde nicht mit Kritik an den beiden Kontrahentinnen gespart. Wie beim Thema Umgang mit Migranten:

Es gab aber auch nette Töne. Für Julia Klöckner:

Und für Malu Dreyer:

Beim Thema Straßenbau und Infrastruktur warf Klöckner der rot-grünen Landesregierung vor, diese Bereiche jahrelang vernachlässigt zu haben. Der „marode“ Zustand von Straßen und Brücken sei ein Hindernis für die Entwicklung der Wirtschaft. Dreyer hielt dagegen: „Wir haben das dichteste Straßennetz in ganz Deutschland.“ Beim schnellen Internet liege Rheinland-Pfalz über dem Bundesdurchschnitt.

Auch in der Bildungspolitik klafften die Einschätzungen weit auseinander. Klöckner warf der Landesregierung „Bildungsraub an den Kindern“ vor - jede Woche fielen 16.000 Unterrichtsstunden im Land aus. Dreyer erwiderte: „Die Unterrichtsversorgung liegt bei 98,6 Prozent, das ist ein toller Wert.“

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erstellt am 02.Mär.2016 | 08:45 Uhr

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