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Pressekonferenz in Warschau : Trump: Harte Reaktion auf Nordkoreas Raketentests

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Neben Nordkorea war auch Russland Thema. Der US-Präsident will gegen Moskaus „destabilisierendes Verhalten“ vorgehen.

Warschau | US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag bei seinem Besuch in Warschau eine harte Reaktion auf jüngste Bedrohungen aus Nordkorea angekündigt. „Wir werden dem sehr entschieden begegnen.“ Moskau warf er „destabilisierendes Verhalten“ vor. In der polnischen Hauptstadt begann Trump seine dreitägigen politischen Gespräche in Europa. Anschließend wird er am Nachmittag zum G20-Gipfel in Hamburg erwartet und am Abend mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammenkommen.

Nordkorea hatte zwei Tage zuvor nach eigenen Angaben erstmals erfolgreich eine Interkontinental-Rakete getestet. Bereits in den Wochen und Monaten hatte es eine Reihe von Raketentests gegeben, die der Westen scharf verurteilte und als Verstoß gegen UN-Resolutionen ansieht.

Nach dem Treffen mit Merkel will Trump mit Japans Premierminister Shinzo Abe und mit Südkoreas Präsident Moon Jae-In über Nordkorea beraten. „Wir müssen öffentlich demonstrieren, dass ihr sehr schlechtes Verhalten zu Konsequenzen führen wird“, sagte Trump.

Die Frage, ob er bereit sei, in Nordkorea militärisch einzugreifen, beantwortete Trump nicht. „Ich ziehe keine rote Linie“, sagte er in Anspielung auf eine frühere Aussage seines Vorgängers Barack Obama zu Syrien. Jedoch gebe es eine Reihe sehr ernster Optionen. „Ich mag nicht darüber sprechen, was ich denke“, sagte der US-Präsident. Die USA sind auch wegen des Falles des US-Studenten Otto Warmbier verstimmt. Er war in Nordkorea inhaftiert und verurteilt worden. Später wurde er wegen einer schweren Erkrankung nach Hause entlassen. Warmbier starb kurz nach seiner Rückkehr in die USA.

Die Vereinigten Staaten haben derzeit kein Interesse an einer militärischen Eskalation in Nordkorea. Es herrscht die allgemeine Einschätzung, dass ein Krieg auf der koreanischen Halbinsel zu einem großen Blutvergießen führen würde. Zunächst geht es Washington um eine Verschärfung der bestehenden Sanktionen gegen Nordkorea. Russland und China sind skeptisch und setzen auf verstärkten Dialog.

USA verkaufen Polen Raketen zur Flugabwehr

Bei der Pressekonferenz mit Polens Präsident Andrzej kündigte Trump zudem Schritte gegen Moskau an. Details, wie diese aussehen könnten, nannte Trump nicht.Trump und der russische Präsident Wladimir Putin treffen am Freitag beim G20-Treffen in Hamburg aufeinander.

Polen hatte zuvor erklärt, das Land wolle US-Raketen des Typs „Patriot“ kaufen. Verteidigungsminister Antoni Macierewicz bestätigte den Waffendeal. Die „Patriots“ sollen Teil der polnischen Verteidigung gegen mögliche Aggressionen aus Russland sein. Macierewicz lobte die Trump-Regierung, unter der die Verhandlungen beschleunigt worden seien. Polen fühle sich durch Russland bedroht, das in der Ostsee-Exklave Kaliningrad Iskander-Mittelstreckenraketen stationiert habe. Diese könnten durch Patriot-Raketen bekämpft werden. Das amerikanische Waffensystem Patriot wehrt Flugzeug- und Raketenangriffen ab.

Trump erklärte außerdem in Warschau, er glaube, dass Russland sich mit Hackingangriffen in die Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt habe. „Es könnten aber auch andere Nationen gewesen sein“, fügte er hinzu. Der amtierende US-Präsident warf seinem Vorgänger Barack Obama vor, nicht rechtzeitig eingegriffen zu haben. „Er hat gedacht, (die demokratische Präsidentschaftskandidatin) Hillary Clinton würde die Wahl ohnehin gewinnen und wollte es auf sich beruhen lassen.“

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erstellt am 06.Jul.2017 | 14:26 Uhr

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