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Tierschutzreform soll Welpen schützen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zoohändler, Hundeausbilder und Tierimporteure sollen besser kontrolliert werden

Für den Handel mit Heimtieren in Deutschland gelten seit gestern strengere Vorschriften. Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) sagte dazu: „Mit den neuen Regelungen haben wir vor allem die Kontrollbehörden besser ausgerüstet, skrupellosen illegalen Welpenhändlern ihr Handwerk zu legen.“ Das reformierte Tierschutzgesetz schreibt nun vor, dass die Einfuhr von Wirbeltieren von den zuständigen Länderbehörden erlaubt werden muss.

So sollen Welpenhändler und Hundetrainer künftig besser kontrolliert werden. Und wer Meerschweinchen oder Hamster, Katzen, Schildkröten oder andere Tiere verkauft, die sich Menschen zum Zeitvertreib oder zur Freude der Kinder ins Haus holt, der muss dem neuen Halter ein Merkblatt mitgeben, so eine Art Gebrauchsanleitung. Darin soll stehen, was die Kreatur benötigt, um sich halbwegs wohlzufühlen – etwa zu Ernährung, Pflege und Unterbringung. Für Hundeschulen werden ebenfalls Mindeststandards eingeführt, die Betreiber müssen eine amtliche Erlaubnis beantragen.

Das seit gestern gültige Heimtierpaket ist Teil einer Novelle des Tierschutzgesetzes, die noch von der schwarz-gelben Vorgängerregierung verabschiedet wurde und in mehreren Stufen in Kraft getreten ist. Darin wird auch festgeschrieben, dass der umstrittene Schenkelbrand, also Brandzeichen im Fell, bei Pferden ab 2019 nur noch unter Betäubung erlaubt ist. Das zunächst geplante Verbot war am Widerstand von Pferdezuchtverbänden gescheitert. Die ebenso umstrittene betäubungslose Kastration von Ferkeln ist von 2019 an verboten.

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erstellt am 01.Aug.2014 | 15:30 Uhr

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