Spanische Exklave Melilla : Terrorzelle in Spanien und Marokko zerschlagen

Bei dem Anschlag auf der Flaniermeile Las Ramblas waren am Donnerstag mindestens 13 Menschen getötet worden.
Spanische und marokkanische Sicherheitskräfte haben wohl weitere Anschläge verhindert.

Die sechsköpfige Gruppe habe laut Innenministerium „Terrorattacken von großem Umfang“ geplant.

shz.de von
06. September 2017, 12:19 Uhr

Madrid/Melilla | Spanische und marokkanische Sicherheitskräfte haben in dem nordafrikanischen Land und in der spanischen Exklave Melilla eine islamistische Terrorzelle zerschlagen. Die sechsköpfige Gruppe habe „Terrorattacken von großem Umfang“ geplant, teilte das Innenministerium in Madrid am Mittwoch mit. Vier der Verdächtigen seien in Marokko und zwei in Melilla gefasst worden.

Der Anführer der Zelle, ein 39-Jähriger mit Wohnsitz in Melilla, soll den Angaben zufolge junge Menschen als Dschihad-Kämpfer rekrutiert und dabei die globale Strategie der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) verfolgt haben. Bei nächtlichen Treffen habe die Gruppe Anschläge geplant und trainiert, Menschen zu enthaupten.

Spaniens Exklaven.
dpa

Spaniens Exklaven.

 

Die Festnahmen erfolgten drei Wochen nach den schweren Anschlägen von Barcelona und Cambrils mit 16 Toten. Seit Spanien seine Terrorwarnstufe im Juni 2015 auf das zweithöchste Niveau Vier angehoben hatte, hat die Polizei nach Angaben des Ministeriums 199 mutmaßliche islamistische Terroristen gefasst.

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