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Nach Warnung vor gewaltbereiten Islamisten : Terrorgefahr in Bremen: „Jetzt sind einige in Gewahrsam“

vom

Bremen gilt als Hochburg radikaler Islamisten. Die Polizei meldet eine Festnahme. Wegen des Verdachts auf eine Straftat.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2015 | 11:31 Uhr

Bremen | Nach einer Warnung vor gewaltbereiten Islamisten hat die Polizei in Bremen mehrere Menschen festgesetzt. „Jetzt sind einige in Gewahrsam“, sagte ein Polizeisprecher am Samstagabend. Dieses Vorgehen werde angewendet, wenn Gefahr drohe. Außerdem habe es eine vorläufige Festnahme wegen des Verdachts auf eine Straftat gegeben.

„Das sind auf jeden Fall Leute, die mit der Gefährdungslage durch islamistische Gewalttäter in Bremen zu tun haben“, hieß es weiter. Am Morgen hatte die Bremer Polizei vor einer möglichen Gefahr durch gewaltbereite Islamisten gewarnt, ohne Details zu nennen. Die Hinweise dazu kamen nach Angaben der Polizei am Freitagabend aus einer Bundesbehörde.

Den Samstag über war die Polizei in der Bremer Innenstadt mit verstärkten Kräften im Einsatz. Rund um die Bürgerschaft, das Rathaus und den Dom waren am Samstag Polizeibusse zu sehen. Auch eine Synagoge erhielt zusätzlichen Schutz, wie eine dpa-Fotografin berichtete. Die Beamten waren teils mit Maschinenpistolen ausgerüstet. Später wurde ein Islamisches Kulturzentrum durchsucht.

Bremen gilt als eine Hochburg radikaler Islamisten. Zuletzt wurden nach Angaben von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) rund 360 Salafisten vom Verfassungsschutz beobachtet.

Zuletzt hatte Mitte Februar eine Terrorwarnung zur kurzfristigen Absage des Karnevalsumzugs in Braunschweig geführt. Im Januar waren in Dresden eine Pegida-Demonstration und alle weiteren Kundgebungen am gleichen Tag verboten worden. Am Freitagabend hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei einer Diskussion in Braunschweig betont, dass ein Anschlag in Deutschland „nicht total auszuschließen“ sei.

Das Fußballbundesliga-Nordduell zwischen Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg am Sonntag soll nicht ausfallen. „Derzeit ist nicht an eine Absage gedacht“, sagte Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin. Der Verein halte Kontakt zum Einsatzlagezentrum der Polizei. Zum Nord-Duell werden mehr als 40.000 Besucher im Weserstadion erwartet.

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