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Massenverhaftungen nach Anschlägen : Terror in der Türkei: Recep Tayyip Erdogan lässt auch kurdische Parlamentarier verhaften

vom
Aus der Onlineredaktion

Erdogan zeigt Härte: Die Verhaftungswelle nach dem doppelten Terroranschlag in der Türkei geht weiter.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2016 | 11:07 Uhr

Ankara | Wenige Stunden nach der Festnahme von 237 Funktionären der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP haben türkische Polizisten zwei Parlamentsabgeordnete der Partei festgenommen. Dabei handele es sich um Caglar Demirel aus der Kurdenmetropole Diyarbakir und Besime Konca aus der Stadt Siirt, sagte HDP-Sprecherin Bermali Demirdögen am Dienstag. Sie seien in der Nacht zuvor vor der Parteizentrale in Ankara festgenommen worden.

Seit dem Doppelanschlag in Istanbul vom Samstagabend, zu dem sich eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK bekannt hat, geht die türkische Polizei in zahlreichen Städten gegen die HDP vor. Bereits in den Monaten zuvor hatte die türkische Regierung den Druck auf die pro-kurdische Opposition deutlich erhöht.

Die HDP-Chefs Selahattin Demirtas und Figen Yüksekdag sowie acht weitere HDP-Abgeordnete waren bereits Anfang November wegen Terrorvorwürfen in Untersuchungshaft genommen worden. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan betrachtet die HDP als verlängerten Arm der PKK. Die TAK (Freiheitsfalken Kurdistans) schrieb auf ihrer Internetseite, sie habe auf die Gefangenschaft des PKK-Anführers Abdullah Öcalan und die türkischen Militäroperationen vor allem im Südosten des Landes aufmerksam machen wollen.

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