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Eine Woche nach den Anschlägen : Terror in Brüssel: Was wir wissen - und was nicht

vom
Aus der Onlineredaktion

Vor genau einer Woche rissen Selbstmordattentäter in Belgien 32 Menschen mit in den Tod. Was ist mittlerweile bekannt? Eine Übersicht.

shz.de von
erstellt am 29.Mär.2016 | 22:35 Uhr

Brüssel | Eine Woche nach den blutigen Brüsseler Anschlägen fahnden Ermittler weiter nach einem Verdächtigen vom Flughafen, den „Mann mit dem Hut“. Was wissen wir? Was nicht? shz.de mit einer Übersicht.

Was bekannt ist:

- 32 Menschen kamen bei den Anschlägen am Brüsseler Flughafen und in der U-Bahn ums Leben, vier von ihnen starben später im Krankenhaus Hinzu kommen die drei Selbstmordattentäter.

- 32 Tote wurden identifiziert. 17 der Opfer waren Belgier, 15 kamen aus anderen Ländern wie den USA, den Niederlanden, Schweden, Deutschland, Frankreich, China, Italien und Großbritannien. Unter den Toten ist auch eine Frau aus Aachen. Insgesamt mussten 13 unterschiedliche Botschaften informiert werden, hieß es am Dienstagabend von den belgischen Behörden. Sie wiesen aber auch darauf hin, dass manche Opfer mehrere Staatsbürgerschaften gehabt hätten.

- Etwa 340 Menschen wurden verletzt.

- Drei der mutmaßlichen Terroristen sind identifiziert: Najim Laachraoui (24) und Ibrahim El Bakraoui (29) haben sich am Flughafen in die Luft gesprengt, sein Bruder Khalid (27) in der Metro-Station Maelbeek.

 

- Nach den Anschlägen gab es mehrere Antiterror-Razzien der Polizei. In einigen Fällen war die Verbindung zu den Anschlägen von Brüssel aber nicht klar. Mehrere Verdächtige wurden in Haft genommen.

- In Belgien gilt seit vergangenem Donnerstag wieder die Terrorstufe 3, die zweithöchste. Das bedeutet unter anderem, dass es an großen Bahnhöfen im Land keine systematischen Sicherheitskontrollen mehr gibt, sondern nur Stichproben.

Was wir nicht wissen:

- Gesucht wird noch der dritte Attentäter vom Flughafen, der „Mann mit dem Hut“. Er ist auf dem Bild einer Flughafen-Überwachungskamera auf der rechten Seite zu sehen. Ein Terrorverdächtiger, der nach einem Medienbericht angeblich der „dritte Mann“ gewesen sein soll, wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Anwalt von Fayçal C. sagte am Dienstag belgischen Medien, sein Mandant sei während der Attacken zu Hause gewesen und unschuldig.

- Laut belgischen Medien soll ein zweiter Mann an dem Metro-Anschlag beteiligt gewesen sein. Hierzu haben sich die Ermittler noch nicht geäußert.

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