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Tebartz-van Elst wohnt jetzt in bayerischem Kloster

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der wegen Prunksucht angeprangerte Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (Foto) hat nach seiner Beurlaubung durch Papst Franziskus Zuflucht in einem bayerischen Kloster gefunden. Er verbringe seit Mittwoch „geistliche Tage“ in der Benediktinerabtei Metten in Niederbayern und nehme am Gemeinschaftsleben des Klosters teil, teilte das Limburger Bistum gestern mit. Seit seiner Lehrtätigkeit an der Universität Passau habe Tebartz-van Elst immer wieder Zeit in diesem Kloster verbracht. Wie lange er dort zu bleiben gedenkt, ist ungewiss. Der Abt und das Bistum Limburg machten dazu auch auf Anfrage keine Angaben.

„Die Benediktiner freuen sich, dass der Bischof von Limburg in Metten eine geistliche Zeit der Erholung verbringt“, heißt es laut Bistum in einer Mitteilung der Abtei. „Wir bitten um Verständnis, dass keine weiteren Erklärungen abgegeben werden und bitten, das Kloster als besonderen Ort der Stille zu respektieren.“

Papst Franziskus hatte Tebartz-van Elst in der vergangenen Woche eine Auszeit von seinem Bischofsamt verordnet. Dem Limburger Bischof werden unter anderem ein autoritärer Führungsstil und Verschwendung beim Bau seines neuen Amtssitzes vorgeworfen.

In der nahe Deggendorf gelegenen Benediktinerabtei Metten sind Gäste willkommen – sowohl Katholiken als auch Protestanten. Als Unterkunft dient der Gästetrakt, die Klausur bleibt ausschließlich Männern vorbehalten. Die Abtei ist mehr als 1240 Jahre alt und damit eines der ältesten Klöster Bayerns. Das heutige barocke Erscheinungsbild der Klosterkirche mit ihren beiden charakteristischen Zwiebeltürmen wurde im 18. Jahrhundert geprägt. Sehenswert sind Fresken und Stuckaturen, als Prunkstück der Anlage gilt die Klosterbibliothek. Der Konvent zählt derzeit 14 Mönche.

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erstellt am 01.Nov.2013 | 00:31 Uhr

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