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Terror in Afghanistan : Taliban kündigen Frühjahrsoffensive an

vom

Ab dem 24. April wollen die Taliban mit Selbstmordattentätern Sicherheitskräfte und diplomatische Vertretungen angreifen.

Kabul | Die Taliban haben für Freitag den Beginn ihrer ersten Frühjahrsoffensive seit dem Ende des offiziellen Nato-Kampfeinsatzes in Afghanistan angekündigt. Die Operation „Asm“ (Entschlossenheit) werde um 5 Uhr am 24. April beginnen, teilten die Aufständischen am Mittwoch mit.

Die Taliban waren nach dem Abzug der Sowjetunion 1989 aus Afghanistan zunächst willkommen. Sie regierten von 1996 bis 2001 das Land und errichteten in der Zeit ein Regime, welches auf Terror und Gewalt basierte.  Nach den Anschlägen des 11. September 2001 starteten die USA die Militätoperation „Enduring Freedom“, in deren Folge die Taliban vertrieben wurden.

Hauptziele seien „die ausländischen Besatzer“, diplomatische Vertretungen, Angehörige des „Handlanger-Regimes“ und afghanische Sicherheitskräfte. Eingesetzt werden würden Selbstmordattentäter und Schläfer, die in die Sicherheitskräfte eingeschleust würden.

Der Nato-Kampfeinsatz wurde zum Jahreswechsel von der kleineren Mission „Resolute Support“ abgelöst, die offiziell der Ausbildung und Unterstützung afghanischer Sicherheitskräfte dient. Basis dafür war ein Sicherheitsabkommen Afghanistans mit den USA.

Die Taliban kritisierten nun, mit dem Abkommen würden die „Kreuzzügler die Kontrolle über unser Land behalten“. Sie riefen Mitarbeiter der Regierung auf, die Seiten zu wechseln. „Die Mudschaheddin sind bereit dazu, all jenen Beamten und Personen sichere und friedliche Lebensbedingungen zu bieten, die die Reihen der Feinde verlassen.“

Die Taliban versicherten, sie würden keine Zivilisten, Schulen, Krankenhäuser oder öffentlichen Plätze angreifen. Solche Versicherungen haben sich in der Vergangenheit als falsch herausgestellt. Die Vereinten Nationen machen die Taliban für die Mehrzahl der zivilen Opfer in Afghanistan verantwortlich.

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erstellt am 22.Apr.2015 | 10:18 Uhr

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