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Terrormiliz IS : Syrisches Regime findet Massengrab in Palmyra

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Mindestens 280 Menschen hatte die Terrormiliz IS in Palmyra ermordet. Am Wochenende wurde dort ein erstes Massengrab gefunden.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2016 | 18:32 Uhr

Palmyra | Syrische Regimetruppen haben ein Massengrab in der kürzlich aus den Händen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befreiten historischen Oasenstadt Palmyra entdeckt. Unter den 40 Leichen, die im Nordosten der Stadt gefunden wurden, seien auch viele Frauen und Kinder, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Einige der Opfer seien enthauptet worden, andere wiesen Folterspuren auf. Der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge waren sie von den Dschihadisten verdächtigt worden, Anhänger von Machthaber Baschar al-Assad zu sein.

Unterstützt von russischen Luftangriffen hatten Regierungseinheiten Assads die Stadt vergangene Woche nach zehn Monaten vom Islamischen Staat zurückerobert. Die Stadt ist eine wichtige Kultustätte.

Während der Besatzung töteten die Extremisten den Menschenrechtsbeobachtern zufolge mindestens 280 Menschen und sprengten bedeutende Monumente der gleichnamigen Weltkulturerbestätte. Unter den Ermordeten ist auch der Archäologe Khaled Asaad, der die Erforschung und Erhaltung Palmyras mehr als 40 Jahre lang geleitet hatte.

Nordöstlich von Damaskus rückte das syrische Regime in das Zentrum einer weiteren IS-kontrollierten Stadt vor. Mehr als die Hälfte von Al-Kariatain sei von Armee und Verbündeten mit Hilfe russischer und syrischer Luftangriffe zurückerobert worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete dagegen, die Stadt sei bereits vollständig von den Dschihadisten eingenommen worden.

Al-Kariatain ist nach Armeeangaben deshalb von strategischer Bedeutung, weil es an der Schnittstelle zwischen den ländlichen Bereichen der zentralen Provinz Homs und denen der Hauptstadt Damaskus liegt.

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