Südafrika in Trauer versöhnt

shz.de von
07. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Eine Schweigeminute bei der WM-Auslosung, 10 Tage Staatstrauer in Südafrika, selbst ferne Länder wie Portugal und Bangladesch ordnen nach dem Tod des südafrikanischen Ex-Präsidenten Nelson Mandela Trauer an. Die Südafrikaner waren auf den Tod ihres schwer kranken Nationalhelden vorbereitet. Trotzdem reagierten die Menschen geschockt – vor dem Haus des Freiheitskämpfers tanzen, beten und singen Hunderte Menschen.

Die offizielle Trauerfeier wird am 10. Dezember im Johannesburger Fußballstation stattfinden. Es wird wohl die größte Gedenkfeier seit dem Tod von Prinzessin Diana. Alle noch lebenden amerikanischen Präsidenten und zahlreiche Staatsoberhäupter werden in Südafrika erwartet. Vom 11. bis 13. Dezember wird Mandela in Pretoria aufgebahrt. Am 15. Dezember soll er dann in seinem Heimatort Qunu in der Ostkap-Provinz beigesetzt werden.

Angesichts seines Todes zeigt sich sogar die Familie Mandelas versöhnt. In den vergangenen Jahren hatte es häufig öffentlich ausgetragene Streitereien über die letzte Ruhestätte Mandelas gegeben.

Von den Errungenschaften des Freiheitskämpfers können sich ab Ende Januar alle auf der Leinwand überzeugen, dann läuft der Film „Der lange Weg zur Freiheit“ in den deutschen Kinos an.

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