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Studie: Viele Menschen haben Angst vor der Gründung einer Familie

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Für 88 Prozent der Deutschen ist die Familie das Wichtigste im Leben. Zugleich haben aber viele Bürger Angst, eine Familie zu gründen. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen unter 2000 Personen im Alter ab 14 Jahren. Gegen eine Gründung spricht bei 62 Prozent der Wunsch, lieber frei und unabhängig zu bleiben. 61 Prozent geben finanzielle Gründe an: Sie glauben, sich Kinder nicht leisten zu können oder wollen auf ihren Lebensstandard nicht verzichten. 59 Prozent haben die Sorge, ihre berufliche Karriere für eine Familie vernachlässigen zu müssen oder beides nicht vereinbaren zu können (54 Prozent). Neben diesen Hauptgründen werden aber auch der fehlende Lebenspartner (43), die unsichere Zukunft für die nachwachsenden Generationen (40) und unzureichende staatliche Voraussetzungen – wie fehlende Kita-Plätze – als Ursachen angeführt (38). Selbst die Angst, den falschen Zeitpunkt zu wählen (26), oder die Auffassung, dass Kinder keinen erfüllenden Lebensinhalt darstellen (24), werden als Argumente gegen eine Familiengründung genannt. Die Angst vor Scheidung und Alleinerziehung rangiert mit 23 Prozent ganz hinten.

Innerhalb der Altersgruppen zeigt sich, dass die mittlere Generation (35 bis 54 Jahre) die meisten Bedenken hat. Bei allen Statements zeigt sie eine überdurchschnittlich hohe Skepsis. Laut statistischem Bundesamt kostet ein Kind in Deutschland durchschnittlich rund 550 Euro pro Monat; 42 Prozent aller Kinder sind Einzelkinder, nur 15 Prozent haben zwei und mehr Geschwister.

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erstellt am 15.Mai.2014 | 13:25 Uhr

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