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SPD nach Wahldesaster : Stellvertretende SPD-Vorsitzende Özoguz steht nicht zur Wiederwahl

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Ihre Nachfolgerin soll voraussichtlich die SPD-Landeschefin aus Bayern Natascha Kohnen werden.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2017 | 11:25 Uhr

Berlin | Die personelle Neuaufstellung der SPD nach dem Wahldesaster nimmt knapp vier Wochen vor dem Parteitag konkretere Formen an. Die bisherige stellvertretende Bundesvorsitzende Aydan Özoguz will sich beim Parteitag Anfang Dezember in Berlin nicht erneut für das Amt bewerben - aber mit dafür sorgen, dass der Posten wieder an eine Frau geht.  „Ich habe mich entschieden, nicht wieder als stellvertretende Parteivorsitzende zu kandidieren, um Natascha Kohnen dieses Amt zu ermöglichen und unserer Partei im Süden wieder zur Stärke zu verhelfen“, sagte Özoguz der Deutschen Presse-Agentur.

<p>Natascha Kohnen Landesvorsitzende der SPD</p>

Natascha Kohnen Landesvorsitzende der SPD

Foto: imago/CHROMORANGE
 

Kohnen ist SPD-Landeschefin in Bayern und soll dort die Genossen 2018 als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl führen. „Wir brauchen mehr Unterstützung für starke Frauen in unserer Partei“, sagte Özoguz.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). /Archiv
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). /Archiv Foto: Jens Büttner
 

Zuvor hatte bereits Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) im „Spiegel“ Parteichef Martin Schulz daran erinnert, das die neue SPD weiblicher werden solle. Mit Kohnens Kandidatur dürften die Chancen von Noch-Juso-Chefin Johanna Uekermann, einen der heiß begehrten sechs Stellvertreterposten in der SPD zu bekommen, deutlich sinken. Sie kommt wie Kohnen aus Bayern.  Die Hamburgerin Özoguz ist seit der großen Koalition 2013 und auch derzeit noch Integrationsbeauftragte und Staatsministerin im Kanzleramt. Sie will sich künftig weiterhin in der SPD-Führung einbringen und deshalb für den Parteivorstand kandidieren. Dort wolle sie sich weiter um die Themen Migration und Integration kümmern, vor allem mit Blick auf die Bekämpfung von Fluchtursachen. „Dafür wollen Martin Schulz und Andrea Nahles eine Schnittstellenfunktion zwischen Fraktion und Partei schaffen, eine Aufgabe, die ich gerne übernehme.“

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