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Steinmeier zieht Afghanistan-Bilanz

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach zwölf Jahren Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier eine gemischte Bilanz gezogen. Zwar seien nicht alle Hoffnungen erfüllt worden, die es zu Beginn der Mission gegeben habe, sagte der SPD-Politiker gestern im Bundestag. Aber es sei auch viel erreicht worden. „Afghanistan ist heute jedenfalls nicht mehr die Ausbildungsstätte für weltweiten islamistischen Terrorismus.“ Zudem seien bei Schulen und Infrastruktur, bei der Situation von Frauen und Mädchen und bei der medizinischen Versorgung Fortschritte erzielt worden.

Linksfraktionschef Gregor Gysi nannte den Einsatz dagegen ein „Desaster“ und forderte Steinmeier zu einer Entschuldigung bei den Afghanen und den deutschen Soldaten auf. Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin sagte, die Nato sei in Afghanistan ein Stück weit gescheitert. Dennoch sei der Sturz des Taliban-Regimes durch eine militärische Intervention richtig gewesen. Bei dem Einsatz starben 55 deutsche Soldaten.

Der Bundestag beschloss die letzte Verlängerung des Kampfeinsatzes bis Ende des Jahres und den Fortschrittsbericht zur Lage in Afghanistan. Die Bundeswehr ist derzeit mit 3100 Soldaten in Afghanistan im Einsatz.

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erstellt am 13.Feb.2014 | 17:04 Uhr

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