Verbale Entgleisung : Stadtrat entschuldigt sich für Beleidigung von Özil und Gündogan

Der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan übergibt dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan ein signiertes Trikot. Foto: dpa

Der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan übergibt dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan ein signiertes Trikot. Foto: dpa

„Das war scheiße“ – ein hessischer Politiker rudert nach seiner Verbal-Attacke gegen die Nationalspieler Özil und Gündogan nun zurück.

shz.de von
24. Mai 2018, 18:36 Uhr

Bebra | Der SPD-Mann aus dem osthessischen Bebra hatte Mesut Özil und Ilkay Gündogan nach ihrem Treffen mit Recep Tayyip Erdogan schwer verunglimpft: Der Erste Stadtrat Bernd Holzhauer kommentierte auf Facebook die vorläufige Auswahl des DFB für die Weltmeisterschaft mit den Worten: "Das vorläufige deutsche Aufgebot zur WM - 25 Deutsche und zwei Ziegenficker". Er entschuldigte sich am Donnerstag für seine verbale Entgleisung.

„Das war scheiße“

Holzhauer sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Das war eine Situation, wo mir die Pferde durchgegangen sind und wo ich vielleicht nicht gleich überlegt habe.“ Er betonte, nicht ausländerfeindlich zu sein. Er sei verärgert gewesen, dass sich die beiden deutschen Kicker mit einem Staatspräsidenten von zweifelhaftem Ruf fotografieren ließen. „Aber ich möchte das jetzt auch nicht schönreden: Das war scheiße. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die sich dadurch beleidigt fühlen. Die Wortwahl war nicht gut.“ Er bereue die Sache.

CDU fordert Rücktritt

Der bereits vor einigen Tagen erschienene Eintrag auf dem privaten Account des Kommunalpolitikers ist mittlerweile gelöscht. Die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA)“, die zuvor über den Fall berichtet hatte, veröffentlichte ein Bildschirm-Foto des Kommentars. Die örtliche CDU forderte Holzhauer in Konsequenz zum Rücktritt auf.

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