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Seid statt seit : SPD wirbt für Bildung – mit peinlichem Grammatikfehler

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Kurz vor der Landtagswahl will die SPD in NRW werbewirksam auf ihre Erfolge in der Bildungspolitik hinweisen – und tritt direkt ins Fettnäpfchen.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2017 | 13:49 Uhr

Mülheim | Am kommenden Sonntag wird in Nordrhein-Westfalen der Landtag gewählt. So kurz vor der Wahl versuchen die Parteien nochmals, um jede Stimme zu kämpfen. So auch die SPD. Um Werbung für ihre Bildungspolitik zu machen, schalteten die Sozialdemokraten jüngst eine Anzeige in einer Mülheimer Tageszeitung. „Kein Kind zurücklassen! Mehr Geld! 200 Mrd. Euro mehr für Kinder und Bildung seit 2010. Mehr Betreuung! KiTa-Plätze verdoppelt auf 180.000! Mehr Bildung! 7200 Lehrer mehr seid 2010!“, heißt es in der Anzeige.

Wer den Text aufmerksam gelesen hat, dem wird aufgefallen sein, dass der SPD eine Rechtschreib-Panne unterlaufen ist. Denn richtig müsste es heißen: „7200 Lehrer mehr seit 2010.“ Öffentlich gemacht wurde der Fauxpas von der Jungen Union NRW, für die der Fehler selbstverständlich ein gefundenes Fressen war, um ihn im Wahlkampf auszuschlachten. Auf Twitter postete die Jugendorganisation der CDU und CSU am Samstag ein Foto von der Anzeige und kommentierte diese süffisant.

 

Doch wer ist für den peinlichen Fehler verantwortlich? Ebenfalls auf Twitter meldete sich kurze Zeit später der Mülheimer SPD-Vorstand Daniel Mühlenfeld zu Wort und nahm die Schuld auf sich. „Die Anzeige habe ich layoutet. Und einen Fehler gemacht. Kommt vor, im Eifer des Gefechts“, twitterte der Politiker.

Von seiner Partei wird Mühlenfeld in Schutz genommen. „Passiert“, schrieb die Partei auf Twitter – und gönnte sich dabei noch einen Seitenhieb auf die CDU: „Die schalten u.a. deswegen ihre Anzeigen lieber auf Russisch.“ Hintergrund dieser Spitze sind Medienberichte, wonach die CDU in NRW Werbung auf russisch schalte, um die rund 340.000 Russlanddeutschen im Bundesland anzusprechen.

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