zur Navigation springen

SPD will in großer Koalition mehr Ministerposten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bei ihren Verhandlungen über eine große Koalition erwägen Union und SPD offenbar eine Vergrößerung des Bundeskabinetts. Die Sozialdemokraten fordern demnach sieben bis acht Ministerien mit der Begründung, dass die FDP 2009 mit einem schwächeren Ergebnis fünf Ministerien bekommen habe. Das schrieb die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Verhandlungskreise beider Parteien. SPD-Chef Sigmar Gabriel wies den Bericht gestern auf seiner Facebook-Seite zurück: „Wir haben bislang weder über den Ressortzuschnitt, noch über die Verteilung der Ministerien oder gar konkrete Namen gesprochen.“ SPD-Vize Aydan Özoguz machte sich für eine Aufwertung der Integrationspolitik stark. „Hier muss es im Kabinett einen neuen Zuschnitt geben“, sagte sie. „Es sollten mindestens Teile der Zuwanderungspolitik aus dem Innenministerium abgespalten werden.“

Laut „Spiegel“ konkretisieren sich in der SPD-Spitze Pläne, das Finanzministerium der Union zu überlassen. Den Verzicht wolle sich SPD-Chef Gabriel aber teuer abkaufen lassen – unter anderem „mit dem Anspruch auf ein siebtes Ressort“. Sein persönliches Interesse gelte einem neu zu schaffenden Energieressort.

Schleswig-Holsteins SPD-Landeschef Ralf Stegner kann sich derweil Hoffnungen machen, neuer Generalsekretär seiner Partei zu werden. Wie die Zeitung „Schleswig-Holstein am Sonntag“ schrieb, könnte der 54-Jährige von seinem guten Verhältnis zum Parteivorsitzenden Gabriel profitieren. „Als Vertreter des linken Parteiflügels der SPD könnte ein designierter Generalsekretär Stegner zudem mithelfen, dass die Parteibasis am Ende der Koalitionsverhandlungen für ein Bündnis mit der Union stimmt“, argumentiert das Blatt. Der bisherige Generalsekretärin Andrea Nahles werden Ambitionen auf ein Ministeramt nachgesagt.

zur Startseite

von
erstellt am 28.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen