Gesundheit : SPD will Einheitsbeitrag für Krankenkassen abschaffen

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Karl Lauterbach, kämpft für die Abschaffung des Einheitssatzes.
Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Karl Lauterbach, kämpft für die Abschaffung des Einheitssatzes.

Die SPD will im Falle einer Regierungsbeteiligung wesentliche Teile der Gesundheitsreform zurückdrehen.

shz.de von
10. Oktober 2013, 10:15 Uhr

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Elke Ferner sagte der «Bild»-Zeitung: «Die SPD ist für die Wiederherstellung der Parität, die Abschaffung der Kopfpauschale und die Beitragsautonomie der Kassen.» Das würde bedeuten, dass der Beitrag der Arbeitgeberseite zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr eingefroren würde, der einheitliche Beitragssatz von 15,5 Prozent gekippt würde und die Kassen ihre Beiträge selbst festlegen könnten.

Auch der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Karl Lauterbach, plädierte für die Abschaffung des Einheitssatzes. «Wir brauchen unterschiedliche Beiträge, damit sich die Bürger gezielt für die beste Kasse entscheiden können», sagte er der Zeitung.

Derzeit verfügen die gesetzlichen Krankenkassen über Rücklagen in zweistelliger Milliardenhöhe. Die Finanzpolster sind allerdings sehr unterschiedlich verteilt.

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