Enrico Kreft : SPD-Vorstand übergeht Nord-Spitzenkandidaten für die Europawahl

Enrico Kreft (SPD), Mitglied des Landesvorstandes der Schleswig-Holstein

Enrico Kreft (SPD), Mitglied des Landesvorstandes der Schleswig-Holstein. /Archiv

Der 40-Jährige schaffte es nur auf Platz 32 der Vorschlagsliste des Bundesvorstandes der Sozialdemokraten.

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19. November 2018, 19:39 Uhr

Berlin/Kiel | Der SPD-Bundesvorstand hat für die Europawahl den Spitzenkandidaten der schleswig-holsteinischen Landesliste, Enrico Kreft (40), nur auf Platz 32 seiner Vorschlagsliste gesetzt. „Ich habe dagegen gestimmt, weil es nicht unserem Delegiertenbeschluss auf Landesebene entspricht“, sagte Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ralf Stegner am Montag der Deutschen Presse-Agentur nach der Sitzung.

Auch auf Twitter äußerte sich Stegner zur Wahl:

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Dafür sei die stellvertretende Juso-Bundesvorsitzende Delara Burkhardt (26) – sie kommt aus Schleswig-Holstein – auf Platz fünf der Bundesliste gekommen.

Delara Burkhardt (SPD) bei ihrer Bewerbungsrede für den Spitzenplatz auf der Landesliste zur Europawahl 2019. /Archiv
dpa
Delara Burkhardt (SPD) bei ihrer Bewerbungsrede für den Spitzenplatz auf der Landesliste zur Europawahl 2019. /Archiv

Kreft hatte sich Anfang November bei einem SPD-Parteitag in Kiel überraschend gegen die vom Landesvorstand vorgeschlagene Burkhardt für die Nominierung als Spitzenkandidat für die Europawahl im Mai 2019 durchgesetzt. Die endgültige Entscheidung über die Kandidatenliste trifft die SPD-Bundesdelegiertenversammlung am 9. Dezember in Berlin. Derzeit hat die SPD 27 Abgeordnete im Europaparlament.

Stegner sagte, er könne den Wunsch der SPD-Führung nach mehr Frauen als Mandatsträger und einer Verjüngung gut nachvollziehen. Aber es gelte auch, Beschlüsse auf Landesebene zu beachten. Und Kreft sei 40 Jahre jung.

Da nur wenige Frauen als Spitzenkandidatinnen in den Ländern für die Europawahl nominiert worden seien, habe der SPD-Vorstand mit großer Mehrheit für die gute Platzierung von Burkhardt entschieden. Hinzu komme, dass Männer und Frauen bei der SPD im Reißverschlusssystem abwechselnd auf die Nominiertenliste kommen müssen.

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