In der Ostsee : Spannungen zwischen USA und Russland: Jets flogen Manöver über US-Kriegsschiff

Dieses Foto, das bei Twitter gepostet wurde, soll das Manöver in der Ostsee zeigen.
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Dieses Foto, das bei Twitter gepostet wurde, soll das Manöver in der Ostsee zeigen.

Ein Offizier beschreibt die Manöver als gefährlich. Auf Warnungen sei nicht reagiert worden.

shz.de von
14. April 2016, 11:11 Uhr

Mehrere russische Kampfjets sind einem amerikanischen Kriegsschiff in der Ostsee nach Darstellung der USA sehr nahe gekommen. Die Maschinen seien am Montag und Dienstag in geringer Höhe über die „USS Donald Cook“ geflogen, hieß es am Mittwoch aus dem Verteidigungsministerium in Washington. Das Schiff befand sich demnach in internationalen Gewässern.

Das Verhältnis zwischen Russland und den USA ist angespannt - ein Grund dafür ist der Ukraine-Konflikt. Das Manöver sorgt entsprechend für weitere Provokationen und könnte die Spannungen noch vergrößern.

Es seien aggressive Manöver gewesen, die der befehlshabende Offizier als gefährlich und unprofessionell eingestuft habe, hieß es weiter. Auf Warnungen in englisch und russisch sei nicht reagiert worden. Am Dienstag habe zudem ein russischer Helikopter mehrere Kreise über dem Schiff geflogen.

Eine Vertreterin des Pentagons zeigte sich besorgt. „Diese Aktionen haben des Potenzial, die Spannungen zwischen beiden Ländern unnötigerweise eskalieren zulassen, und könnten zu Fehlkalkulationen oder Unfällen mit Schwerverletzten oder Toten führen.“

Ein Foto, das das Manöver zeigen soll, postete der amerikanische Journalist Bret Baier bei Twitter:

Die Vorwürfe vonseiten der Amerikaner weist Russland allerdings zurück: Die Kampfjets hätten beim Überfliegen des Schiffs alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten. Das Manöver der Maschinen des Typs Suchoi Su-24 sei in internationalen Gewässern erfolgt, sagte Generalmajor Igor Konaschenkow am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. „Der Grund einer solch gekränkten Reaktion unserer amerikanischen Kollegen ist uns offen gestanden unverständlich“, sagte der Offizier.

Die „USS Donald Cook“ sei bei dem Vorfall am 13. April etwa 70 Kilometer von einem russischen Marinestützpunkt entfernt gewesen.

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