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Meinungsforschung : Sonntagsfrage: AfD legt in Wählergunst weiter zu

vom
Aus der Onlineredaktion

Das Meinungsforschungsinstitut Insa Consulere misst in einer aktuellen Umfrage 13 Prozent Zustimmung für die rechtspopulistische „Alternative für Deutschland“ - ein neuer Spitzenwert für die Partei.

shz.de von
erstellt am 26.Jan.2016 | 12:09 Uhr

Berlin | Die Alternative für Deutschland (AfD) legt nach einem Bericht von Bild.de in Umfragen weiter zu: Bei der sogenannten „Sonntagsfrage“ gaben 13 Prozent der Befragten an, dass sie die Partei wählen würden. Diesen Wert hat das Meinungsforschungsinstitut Insa Consulere in einer bundesweiten Umfrage im Auftrag von „Bild“ gemessen. Das sei ein erneuter Anstieg zur Vorwoche um 0,5 Punkte und ein Höchststand, berichtet die Zeitung.

Die Zustimmung für die Alternative für Deutschland steigt seit mehreren Monaten in Umfragen an. Die Partei, die ursprünglich vor allem für den Ausstieg aus dem Euro eintrat, hat die Kritik an der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung in der jüngeren Vergangenheit zu ihrem Hauptthema gemacht. Bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt am 13. März könnte die AfD in alle drei Landtage einziehen.

Laut den Meinungsforschern von Insa halten CDU/CSU ihr Ergebnis der Vorwoche mit 32,5 Prozent. SPD (23 Prozent) und Grüne (zehn Prozent) gewinnen je einen halben Punkt dazu. Die Linke muss einen Punkt auf neun Prozent abgeben. Die FDP einen halben auf sechs Prozent. Für die Umfrage wurden vom 22. bis zum 25. Januar 2016 insgesamt 2047 Wahlberechtigte befragt.

Würde das Wahlergebnis so eintreten, wäre eine Regierungsbildung rechts oder links der Mitte ohne Beteiligung der AfD rechnerisch nicht möglich. Nur eine Erneuerung einer Großen Koalition würde über eine stabile Mehrheit im Bundestag verfügen.

In den vergangenen Wochen haben auch andere Meinungsforscher für die AfD ähnliche Werte gemessen. Die Ergebnisse einer Befragung der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF legen den Schluss nahe, dass der Aufschwung der AfD im Zusammenhang mit den Ereignisse der Silvesternacht in Köln und Hamburg steht. Andere rechte Parteien wie die NPD können bisher offenbar nicht in gleichem Maße von der Flüchtlingsdebatte profitieren.

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