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Nahost-Konflikt : Soldaten oder Fischer? Iran dementiert Meldung aus Saudi-Arabien

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Laut Saudi-Arabien waren iranische Soldaten mit Waffen auf dem Weg zu einer Ölplattform. Glaubt man dem Iran, war es ein verirrtes Fischerboot.

Teheran | Der Iran hat die Festnahme von drei Soldaten durch Saudi-Arabien dementiert. Der arabische Nachrichtenkanal „Al-Arabija“ hatte am Montag berichtet, dass die Männer - anscheinend Mitglieder der Revolutionsgarden - am Freitagabend festgenommen worden seien, als ihr mit Waffen beladenes Boot auf eine saudi-arabische Öl-Plattform im Persischen Golf zusteuerte. „Das waren zwei Boote im Persischen Golf mit Fischern und keine Soldaten“, sagte Vizeinnenminister Madschid Aghababaei nach Angaben der Nachrichtenagentur ILNA dazu am Dienstag.

Saudi-Arabien und der Iran sind Erzrivalen und ringen im Nahen Osten um Einfluss. Sie stehen sich indirekt in mehreren Konflikten der arabsichen Welt gegenüber - zum Beispiel in Syrien oder im Jemen. Zuletzt hatte sich der Ton zwischen beiden Ländern weiter verschärft.

Nach Angaben von Aghababaei waren zwei iranische Fischerboote vom Kurs abgekommen. Bei dem Vorfall soll ein iranischer Fischer von der saudischen Küstenwache getötet und ein weiterer verletzt worden sein. Selbst wenn die Fischerboote in saudische Gewässer eingedrungen sein sollten, hätte die Küstenwache kein Recht, auf sie zu schießen, betonte Aghababaei. Zum zweiten Boot gebe es noch keine klaren Informationen.

Der Iran verfolge den Vorfall über diverse diplomatische Kanäle, da Teheran seit 2016 keine diplomatischen Beziehungen mehr mit Riad habe, sagte der Vizeminister.

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erstellt am 20.Jun.2017 | 09:58 Uhr

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