„Je Suis Charlie“ : So trauert das Netz nach dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“

Zwölf Menschen wurden bei dem Terroranschlag in Paris getötet. Die Internetgemeinde ist bestürzt.

shz.de von
07. Januar 2015, 17:13 Uhr

Kurz nach dem Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris haben im Netz Hunderttausende Nutzer ihre Trauer und Bestürzung zum Ausdruck gebracht. Die offizielle Facebook-Seite des religionskritischen Magazins verzeichnete am Mittwoch einen sprunghaften Anstieg von „Gefällt mir“-Bekundungen.

Zehntausende Twitterer bekundeten auf dem Kurznachrichtendienst ihre Solidarität mit den Opfern etwa unter dem Hashtag #CharlieHebdo oder #Hebdo. Manche teilten lediglich drei Worte in großen Lettern: „Je Suis Charlie“ (Ich bin Charlie). Darunter auch das Auswärtige Amt:

Auch eine Reaktion des Cartoonisten Robert Mankoff vom amerikanischen Magazin „The New Yorker“ wurde vielfach geteilt. Über einem komplett leeren Feld heißt es in zwei Zeilen übersetzt „Bitte genießen Sie diesen kulturell, ethisch, religiös und politisch korrekten Cartoon verantwortungsvoll“.

Manche Twitterer diskutierten auch darüber, ob nicht jene Karikatur jetzt erst recht verbreitet werden sollte, welche die Terroristen wohl zum Anlass des verheerenden Anschlags mit mindestens zwölf Toten genommen haben. Ein anderer Twitter-Nutzer wendet ein, er würde so etwas - in die Rolle eines Chefredakteurs versetzt - verantwortungslos finden.

Auch viele Muslime zeigten sich bestürzt. „Als Muslim finde ich den Mord an unschuldigen Menschen verabscheuungswürdiger als jeden Cartoon, den ich jemals gesehen habe“, schreibt etwa Zainab Akhtar auf Twitter.

Eine andere Frau namens Farran Nehme schrieb: „Meine Familie ist französisch. Meine Familie ist muslimisch. Ich bin Journalistin. Wir sind betrübt.“

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