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Asylgesetze : Sinkende Flüchtlingszahlen in Dänemark

vom
Aus der Onlineredaktion

Deutlich weniger Flüchtlinge kommen nach Dänemark. Der Dansk Folkeparti ist das nicht genug, sie will auf Null.

Kopenhagen | In Dänemark hat sich die Zahl neu ankommender Flüchtlinge stark reduziert. Nach Angaben des Integrationsministeriums sank die Zahl von 640 in der ersten Woche 2016 auf derzeit wöchentlich noch rund 100 bis 200 Menschen. Womit der Rückgang der Flüchtlingszahlen genau zusammenhängt, ist unklar.

Dänemark setzt in punkto Asyl auf Abschreckung. Doch vom Wohlfahrtsstaat erhalten die Flüchtlinge auch Hilfe - selbst wenn er einige in Zelten unterbringt.

Im Januar hatte das Land stichprobenartige Grenzkontrollen an den Übergängen zu Deutschland eingeführt, Ende Januar verschärfte die Regierung mit breiter Mehrheit auch von den Sozialdemokraten nochmals das Asylrecht.

Die Dänische Volkspartei hatte vor dem EU-Gipfel eine vollständige Schließung der Grenzen zu Deutschland gefordert. Eine diplomatische Krise mit Deutschland befürchtet die Partei, die einen entsprechenden Antrag noch vor Ostern im Folketing stellen will, dadurch nicht: „Bevor wir die vorübergehenden Grenzkontrollen eingeführt hatten, hieß es doch auch, dass es den Beziehungen zu Deutschland schaden würde. Aber das haben wir seither ja nicht gesehen“, sagte Kristian Thulesen Dahl, Vorsitzender der für die rechtsliberale Minderheitsregierung wichtigen Stützpartei der Zeitung „Berlingske Tidene“. Stattdessen solle das Land überhaupt keine Flüchtlinge mehr aufnehmen, die über Deutschland nach Dänemark einreisten.

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erstellt am 20.Mär.2016 | 10:23 Uhr

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