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Politik

22. Oktober 2017 | 23:25 Uhr

Sicherheit zuerst

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Anfang vom Ende des Weltraumtourismus?

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2014 | 13:29 Uhr

Grenzenloser Optimismus ist das, was den Milliardär Richard Branson und seine Idee antreibt, einen Weltraum-Tourismus zu etablieren und kommerziell zu nutzen. Doch ein Flug in die Schwerelosigkeit kommt nicht einem Routineflug von München nach Hamburg gleich. Zahlreiche vor allem technische Herausforderungen und Hürden gilt es zu überwinden – Hürden, die auch der Nasa während der Ära der Shuttle-Missionen große Probleme bereiteten. Der Verlust der Raumfähren „Challenger“ und „Columbia“ ist trauriger Beleg dafür.

Nach dem Crash des „Virgin Galactic Spaceship Two“ steht nun hinter den Träumen Bransons und ähnlicher Vorwärts-Denker erst einmal ein großes Fragezeichen. Die amerikanischen Flugsicherheitsbehörden dürften künftig mit extremer Vorsicht in Sachen Zulassung agieren, denn niemand wird sich bei einer weiteren Tragödie dem Vorwurf aussetzen wollen, leichtfertig ein für viele immer noch tollkühn anmutendes Abenteuer abgezeichnet zu haben. Auch für die US-Aufsicht sind schließlich die Pläne des Höhenfliegers Bransons noch Neuland. Im Eiltempo die Brücke von einem Alltagstrip mit einer Fluggesellschaft zur sicheren und zuverlässigen Weltraum-Exkursion zu schlagen, dies ist nun unwahrscheinlich geworden. Das Motto wird und muss heißen: Safety first - Sicherheit zuerst.

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