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Senioren Union unterstützt Gottesbezug

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zusätzlicher Rückenwind für eine Volksinitiative zur Aufnahme eines Gottesbezugs in die Landesverfassung: Die Senioren Union möchte den von der katholischen Kirche angeschobenen Vorstoß aktiv unterstützen. Das kündigte der Vorsitzende der Senioren Union Schleswig-Holstein, Wolfgang Börnsen, gestern auf einer Landesdelegiertenversammlung in Neumünster an.

Reihen sich alle Mitglieder der Vereinigung in die Volksinitiative ein, bedeutet das immerhin 4800 Unterschriften – so viele Schleswig-Holsteiner gehören der Senioren Union an. Sie ist damit nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen der drittgrößte Landesverband – trotz der vergleichsweise geringen Einwohnerzahl. Lediglich 20 Prozent der schleswig-holsteinischen Mitglieder haben zugleich ein CDU-Parteibuch.

Zu diesen gehört zwar Börnsen als einstiger Bundestagsabgeordneter für Flensburg-Schleswig. Dennoch ließ er in seiner Rede vor den 240 Delegierten mehrfach Kritik an der Bundesspitze der Christdemokraten durchklingen. Er vermisst dort eine offensivere Auseinandersetzung mit der Linkspartei. Das gelte nicht nur in der aktuellen Debatte über die Äußerungen des Bundespräsidenten. „Die Bundes-CDU täte gut daran, hier einen Schwerpunkt zu setzen – und weniger in einer Verteufelung der AfD“, meint Börnsen. Mit Blick auf die neue Partei der Euro-Kritiker wünscht sich der einstige Parlamentarier „eine differenzierte Haltung“.

Auch äußerte er Unmut darüber, dass die CDU in der Großen Koalition die SPD-Anliegen Mindestlohn und einen Renteneintritt schon mit 63 Jahren mitträgt. Landespolitisch stand die Schulpolitik im Zentrum von Börnsens Kritik. Er befürchtet in Folge des „Einheitslehrers“ auch die „Einheitsschule“ und spricht von der „größten Fehleinschätzung der Landesregierung“.

Die Konferenz verabschiedete einen Antrag für eine Widerspruchslösung bei Organspenden. Danach soll auf eine Entnahme nur verzichtet werden, wenn der Verstorbene oder dessen Angehörige ausdrücklich widersprochen haben. Ebenso fand ein Antrag eine Mehrheit, der sich gegen die Schließung weiterer Polizeidienststellen ausspricht.

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erstellt am 04.Nov.2014 | 07:16 Uhr

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