Friedensgespräche bei den UN in Genf : Sechster Versuch: Neue Syrien-Verhandlungen beginnen

<p>Baschar al-Dschafari (r), der Ständige Vertreter Syriens bei den Vereinten Nationen, kommt zu den Syrien-Friedensgespräche.</p>
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Baschar al-Dschafari (r), der Ständige Vertreter Syriens bei den Vereinten Nationen, kommt zu den Syrien-Friedensgespräche.

Bei den Verhandlungen in Genf geht es um eine Übergangsregierung, freie Wahlen, Sicherheit und Terrorismus.

shz.de von
16. Mai 2017, 12:49 Uhr

Genf | Das Ringen um den Frieden im Bürgerkriegsland Syrien geht in eine weitere Runde. UN-Vermittler Staffan de Mistura empfing am Dienstag in Genf Vertreter der Regierung und der zersplitterten Opposition. Nach fünf ergebnislosen Runden will er erneut - separat mit beiden Seiten - Chancen für eine Einigung ausloten.

Den Bürgerkrieg zwischen Rebellen und Regime nutzt die Terrormiliz IS, um in Syrien immer mehr Gebiete unter Kontrolle zu bringen. Das Scheitern der Diplomatie erhöht die Gefahr, dass die Terroristen erfolgreich sind.

Doch die Aussichten sind schlecht: Syriens Präsident Baschar al-Assad sieht in den Genfer Gesprächen wenig mehr als ein Medienspektakel, wie er sagte. Das US-Außenministerium erhob gerade neue Vorwürfe, dass seine Regierung eigens ein Krematorium gebaut habe, um sich der Leichen von Tausenden getöteten Gefangenen zu entledigen. Das bestärkt die Opposition, auf der Absetzung von Assad zu bestehen.

Bei den Gesprächen geht es um eine Übergangsregierung, den Weg zu einer neuen Verfassung, freie Wahlen und Sicherheit und Terrorismus. Die Regierung will nur über den letzten Punkt reden.

Syrien steht auch auf der Tagesordnung, wenn US-Präsident Donald Trump in Washington den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan empfängt. Russland unterstützt die syrische Regierung.

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