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Passkontrollen wegen Flüchtlingskrise : Schweden zieht Schnellzüge von Kopenhagen ab

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Der Weg nach Schweden wird durch die Passkontrollen an der Grenze für Bahnreisende deutlich länger.

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2015 | 14:10 Uhr

Die Reisezeit von Kopenhagen nach Stockholm kann sich nach Einführung von Passkontrollen in öffentlichen schwedischen Verkehrsmitteln um bis zu fünf Stunden verlängern. Mehrere schwedische Medien berichten, dass ab dem 4. Januar alle Hochgeschwindigkeitszüge des Typs „X2000“ auf der Direktverbindung zwischen Kopenhagen und Stockholm eingestellt werden. Das soll die schwedische Verkehrsgesellschaft Statens Järnvägar (SJ) so beschlossen haben. Schwedische Passagiere werden aufgefordert, stattdessen den Öresundzug zu nehmen, auch um nach Dänemark zu reisen.

Passagiere, die zwischen Kopenhagen und Stockholm reisen, sollen zukünftig den Öresundzug über Göteburg, Hässleholm oder Lund nehmen. Als Konsequenz kann sich die Reisezeit zwischen den Hauptstädten um bis zu 5,5 Stunden verlängern.

Schweden führt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln obligatorische ID-Kontrollen ein, um den Flüchtlingsstrom ins Land zu bremsen.

Das Verhältnis zwischen Schweden und Dänen ist zwar seit jeher angestrengt, doch das gemeinsame Leben auf beiden Seiten des Öresund ist inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden. Kopenhagen ist im Alltag eng mit dem schwedischen Festland verbunden. 14.000 Pendler nutzen täglich die Öresundbrücke, die die dänische Hauptstadt mit dem schwedischen Malmö verbindet.

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