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Thailand : Schüsse auf Demonstranten in Bangkok

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In Bangkok gehen die Menschen gegen die Regierung auf die Straße. Ein Motorradfahrer schießt auf Demonstranten. Der Armeechef will für Ruhe sorgen.

Bangkok | Vor der geplanten Großdemonstration gegen die Regierung in Thailand wachsen in der Hauptstadt Bangkok die Spannungen. Mindestens fünf Menschen wurden am Samstag verletzt, als ein Unbekannter von seinem Motorrad aus auf Demonstranten schoss, wie der öffentlich-rechtliche Sender PBS berichtete. Die Regierungsgegner wollen am Montag die Hauptstadt Bangkok lahmlegen. Ihr Ziel ist es, die Regierung zu stürzen. Die Protestierenden werfen Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra und ihrem Clan Korruption vor.

Armeechef Prayuth Chan-ocha appellierte an alle Seiten, Ruhe zu bewahren, wie die „Bangkok Post“ in ihrer Online-Ausgabe berichtete. Der General schloss demnach einen Militärputsch aus, kündigte aber an, dass die Soldaten ihre Pflicht tun und für Ruhe und Ordnung sorgen würden.

Rivalisierende Demonstranten gerieten schon am Freitag außerhalb Bangkoks aneinander. Dabei wurden drei Menschen verletzt. Am frühen Samstag näherten sich zwei Unbekannte auf einem Moped dem Demokratie-Denkmal, wo tausende Demonstranten zum Teil seit Wochen campieren. Nach Aussagen von Wachposten habe der Sozius das Feuer eröffnet, berichtete PBS. An anderer Stelle sei ein Sprengkörper explodiert und habe fünf Menschen verletzt.

Die Regierungsgegner wollen am Montag Bangkok zum Erliegen bringen. Sie planen, sieben zentrale Kreuzungen zu besetzen. Sie haben seit November mehrere riesige Protestmärsche abgehalten.

Unter dem Druck löste die Regierung das Parlament auf und setzte Neuwahlen an. Das reicht den Demonstranten des „Volkskomitees Demokratische Reform“ (PDRC) aber nicht. Sie wollen die Regierung stürzen und die Wahlen verhindern. Die Mehrheit im Land, vor allem die arme Landbevölkerung, steht aber nach allen Umfragen hinter der Regierung.

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erstellt am 11.Jan.2014 | 11:26 Uhr

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