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Schlechte Zeiten für Sparer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2014 | 18:57 Uhr

Zinsen gibt es jetzt faktisch keine mehr auf dem Sparkonto. Mit der Senkung des Leitzinses auf 0,05 Prozent muss sich jeder Sparer neu orientieren. Entweder er gibt sein Einkommen aus – oder er muss neue Wege suchen. Für den Konsum werden sich einige entscheiden, weil sie Angst vor anderen Geldanlagen haben – oder mangelndes Vertrauen in diejenigen, die ihnen eigentlich helfen sollten, die Banken nämlich. Das aber wäre kurzfristig gedacht. Heute gut gelebt bedeutet womöglich Armut im Alter. Vielmehr müsste man jetzt mehr Geld fürs Alter anlegen als bisher, um das Niveau zu halten. Denn die bisherigen Instrumente, etwa die Lebensversicherung, werden ebenfalls betroffen sein. Auch die Profis suchen jetzt nach Alternativen, um zumindest eine Mindestrendite zu erzielen.

Es bleibt also nichts anderes übrig, als sich nach anderen Anlagen umzusehen. Einen Schub hat der Aktienmarkt gestern schon bekommen, er kletterte um ein Prozent auf gut 9700 Punkte, und das dürfte mangels anderer Anlageformen noch eine Weile so weiter gehen. Andererseits sollte man nicht sein gesamtes Geld in eine Anlageform stecken. Den Notgroschen auf dem Sparbuch, aber nicht zu viel, weil bei den Minizinsen abzüglich der Inflationsrate der Wert schrumpft. Und ansonsten streuen in Aktien, Immobilien und Rentenpapiere. Es erfordert jetzt mehr Arbeit, sein Geld zu verwalten, man muss versuchen, Blasen zu erkennen, die sich an verschiedenen Märkten bilden könnten und rechtzeitig umschichten. Allerdings darf man auch nicht das andere Extrem wählen: Denn mit steigender Rendite steigt auch das Risiko. Das aber sollte man bei allem Ärger über niedrige Zinsen nicht eingehen. Was zählt, ist die gute Mischung.

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