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Schlagabtausch um Altersarmut und soziale Gerechtigkeit

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit scharfen Wortgefechten über Mindestlohn, Rente und Steuern haben die Spitzenkandidaten von Grünen, Linken und FDP um unentschlossene Wähler gekämpft. Die Fraktionschefs von Grünen und Linken, Jürgen Trittin und Gregor Gysi, empfahlen sich gestern Abend im „TV-Dreikampf“ mit eindringlichen Forderungen für einen flächendeckenden Mindestlohn und mehr steuerliche Gerechtigkeit als Alternative. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hielt entgegen: „Das Beste ist es, dass wir die Wirtschaft in Gang halten.“

Auch wenn es unsicher ist, ob es für Schwarz-Gelb nach dem 22. September reicht und es nach einer Mehrheit für Rot-Grün derzeit nicht aussieht, blieben die drei Politiker in der Koalitionsfrage hart. „Den grünen Wandel gibt’s nur mit starken Grünen und nur in einer rot-grünen Koalition“, wandte sich Trittin gegen Schwarz-Grün. Gysi machte deutlich, dass es wegen von den Linken abgelehnten Militäreinsätzen im Ausland und weiteren Punkten derzeit eher keine Koalition mit SPD und Grünen geben könne. Brüderle nannte SPD und Grüne maximale Steuererhöher und grenzte sich damit klar von einer Ampelkoalition ab.

Die drei Politiker fielen sich auffällig stärker ins Wort und griffen sich heftiger an als Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Herausforderer Peer Steinbrück beim TV-Duell am Tag zuvor.

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