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Politik

22. Oktober 2017 | 16:25 Uhr

Scheiden tut weh

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2014 | 12:11 Uhr

Wenn harte Männer heiße Tränen vergießen, dann muss etwas herzzerreißendes passiert sein. Etwa der Verlust des Arbeitsplatzes oder eines guten Freundes. Auf den Fußballplätzen fließen derzeit reichlich Tränen – aus unterschiedlichen Gründen. Der bevorstehende Abstiegsschmerz ist verständlich, die Freude über die Beförderung in eine höhere Liga ebenfalls. Von Emotionen überwältigt werden jedoch auch prominente Kicker, die sich entschlossen haben, freiwillig einen neuen Arbeitsplatz anzutreten, bei dem sie ihr ohnehin fürstliches Gehalt noch um einige Millionen erhöhen können. Doch was beim letzten Auftritt bei den alten Spielkameraden fließt, sind keine Tränen der Freude, sondern des Abschieds. Und man kann diese innere Zerrissenheit sogar ein wenig nachfühlen. Einerseits wäre der Scheidende gerne den bisherigen Kollegen treu geblieben, andererseits aber lockt das Geld. Schließlich wird alles teurer, und mit einer Million im Monat lebt es sich nun einmal besser als mit der Hälfte. Ganz vereinzelt gibt es Spieler, die sparen sich die Tränen und behaupten, Geld sei nicht alles. Sie gelten allerdings als Sonderlinge.

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