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Scharf, schärfer – Weltmeister

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Sommerwetter lockte bundesweit zu Wettbewerben in ausgefallensten Disziplinen

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2014 | 17:25 Uhr

Es ging um die Wurst, um Handtaschen, ums Fingerhakeln, ums Grillen und um Kleinholz: Bei bunten Wettbewerben am Wochenende gab es in Deutschland, Spanien und China viel zu schmecken, sehen, gewinnen - oder zu leiden.

>In Berlin gings um die Schärfe-Weltmeisterschaft: Hunderte Schaulustige sahen zu, wie sich die Konkurrenten am Imbiss „Curry & Chili“ hocharbeiteten. In der letzten Runde waren es 7,7 Millionen Scoville (Maßeinheit für Schärfe). Tabasco hat bis zu 5000 Scoville, ein handelsübliches Pfefferspray rund zwei Millionen. Stephan Kühne wurde für Mazedonien Weltmeister. Silber ging an Deutschland, Bronze an Polen.

>In Bottrop fand die Weltmeisterschaft im Handtaschen-Weitwurf statt: Im Einzelwurf knackte der Klavierträger Pierre Ermini (23) aus Wuppertal den Rekord von rund 24 Metern aus dem vergangenen Jahr. Er warf seine Tasche 30,95 Meter weit. Die Handtaschen wurden mit Sand gefüllt – für Frauen mit einem Kilo, für Männer mit zwei Kilo.

>In Schweinfurt wurde um die Wette gegrillt. Mehr als 40 Teams traten bei der Deutschen Grillmeisterschaft an. Die German Barbecue Association suchte jeweils den Deutschen Meister in der Amateur- und in der Profiklasse. Die Sieger und auch der Träger des Titels „Deutscher Grill- und BBQ-König“ sollten erst im Lauf des gestrigen Abends feststehen.

>Im mittelfränkischen Hersbruck war tierisches Einfühlungsvermögen gefragt. 14 Esel im Alter zwischen vier und 20 Jahren mussten von ihren Führern überzeugt werden, einen 300 Meter langen Parcours viermal zu durchlaufen. „Die Esel haben ihre Treiber über die Wiese gezogen oder sind einfach stehen geblieben“, sagte Veranstalter Hans Herrmann. Etwa 2500 Zuschauer verfolgten die Gaudi. Den Titel erlief sich Carsten Teiwes mit seinem Esel Django’s Nikolaus.

> In Garmisch-Partenkirchen wurde die Deutsche Meisterschaft im Fingerhakeln ausgefochten: Etwa 150 Männer lieferten sich ein Kräftemessen mit Lederriemen. Zwei Sportler saßen sich auf Hockern an einem Tisch gegenüber und versuchten, den Gegner zu sich herüberzuziehen. Um die Mittelfinger legten die Konkurrenten einen Lederring. Ein Schiedsrichter überwachte das Ganze. Wer seinen Gegner über den Tisch zog, gewann.

>In München fand die Deutsche Meisterschaft der Sportholzfäller statt: Dirk Braun aus Winterberg in Nordrhein-Westfalen konnte seinen Titel als Deutscher Meister verteidigen. Der Sieger ist nun qualifiziert für die WM im Herbst in Innsbruck. Die Athleten gingen kumpelhaft miteinander um, klatschten sich und die Schiedsrichter ab. Doch wenn die Uhr tickte, waren sie hochkonzentriert. In Sekundenschnelle wurde Pappel- zu Kleinholz gemacht. Je nach Geschwindigkeit erhielten die Teilnehmer Punkte.

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