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US-Wahlkampf : Sarah Palin und Donald Trump: Sie wäre gerne Energieministerin

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Die Ex-Gouverneurin aus Alaska will jetzt Donald Trump bei seiner Präsidentschaftsbewerbung helfen - vielleicht ein Schachzug des New Yorkers.

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2016 | 08:59 Uhr

Washington | Der umstrittene US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump bekommt Unterstützung von Sarah Palin, der Vorzeigefrau der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung. Die einstige Gouverneurin im US-Bundesstaat Alaska werde Wahlkampf für Trump machen, teilte das Wahlkampfteam des Immobilien-Moguls aus New York am Dienstag mit.

Donald Trump gilt als aussichtsreichster Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Er fällt immer wieder durch populistische Äußerungen auf. So beleidigte er mehrfach Frauen und forderte unter anderem ein Einreiseverbot für Muslime und die Ausweisung aller Syrer. Einige Länder denken seitdem sogar über ein Einreiseverbot für Trump nach.

Sarah Palin hatte 2008 an der Seite von John McCain für das Amt der Vizepräsidentin kandidiert, jedoch ohne Erfolg.
Sarah Palin ist erzkonservativ. Sie lehnt die Evolutionstheorie, Homo-Ehen, Sexualaufklärung in Schulen und Abtreibungen strikt ab. Wie Trump hatte sie sich im Wahlkampf wiederholt verbale Ausrutscher geleistet - zum Beispiel bezeichnete sie Nordkorea als „Verbündeten der USA“.

Die Zusammenarbeit Trumps mit Palin wird als Versuch des New Yorkers gewertet, seinen bisher schärfsten innerparteilichen Widersacher Ted Cruz auszuschalten. Der Texaner Cruz, politisch ebenfalls am äußerst rechten Rand der Republikaner angesiedelt, hat bisher viele Anhänger in der Tea-Party-Bewegung, die sich besonders an den Reformen von Amtsinhaber Barack Obama reibt. Cruz und Trump liefern sich bei der in zwei Wochen bevorstehenden Vorwahl im Bundesstaat Iowa ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Im vergangenen September hatte Palin in einem CNN-Interview erklärt, sie wäre gerne Energieministerin unter Donald Trump. Allerdings würde sie vielleicht gar nicht lange im Amt bleiben, sollte Trump sie ins Kabinett holen. „Wenn ich an der Spitze (des Ministeriums) stünde, würde ich es abschaffen“, sagte Palin. Im Dezember saß die 52-Jährige bei der TV-Debatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber in Las Vegas im Publikum.

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