Wegen Zerfall des IS : Russischer Geheimdienst warnt vor neuem globalen Terrornetzwerk

Rauch und Explosionen sind nach Luftangriffen auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat in Mossul zu sehen.
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Ist der Islamische Staat zerstört, könnten andere instabile Regionen zum Ziel des internationalen Terrorismus werden.

Der IS in Syrien und dem Irak ist fast besiegt, eine neue Terrororganisation könnte neue Krisenherde schaffen.

shz.de von
04. Oktober 2017, 16:21 Uhr

Krasnodar | Der russische Geheimdienst hat angesichts wachsenden Drucks auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor der möglichen Gründung eines neuen globalen Terrornetzwerks gewarnt. Da der IS in Syrien und im Irak so gut wie besiegt sei, sei dies das strategische Ziel der Anführer mehrerer Terrorgruppen, sagte Alexander Bortnikow, Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB, am Mittwoch im südrussischen Krasnodar.

„Derzeit läuft eine Umverteilung der Kräfte und Mittel durch die Anführer der internationalen Terrororganisationen“, sagte Bortnikow bei einem Treffen der russischen Sicherheitsorgane. Die Gruppen hätten vor allem instabile Regionen im Blick und könnten dort neue Krisenherde schaffen.

Zudem warnte der FSB-Chef vor einer Zunahme terroristischer Hackerangriffe. „Das technische Niveau und die Raffinesse ihrer Cyberattacken nehmen beständig zu“, sagte er der Agentur Tass zufolge.

Russland stützt im syrischen Bürgerkrieg die Regierungstruppen. Nach eigener Darstellung geht Moskau mit Luftangriffen gegen IS-Kämpfer vor. Russland schätzt, dass sich dem Netzwerk Tausende Menschen aus Ex-Sowjetrepubliken angeschlossen haben. Die Behörden wollen verhindern, dass IS-Veteranen nach ihrer Rückkehr Anschläge in Russland ausüben.

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