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Politik

24. August 2017 | 01:42 Uhr

Rot-grün-blauer Murks

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wenn es um die Sparkassen im Lande geht, gilt Schleswig-Holstein deutschlandweit als eine Art Griechenland. Beispiele gefällig? Die Flensburger Sparkasse – abgewickelt und zwangsfusioniert. Die Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) – ein Stützungsfall und mit 180 Millionen Euro vor dem Aus gerettet. Die Sparkasse Bredstedt AG – kurz vor dem Ruin mit der Nospa fusioniert. Die Sparkasse Hohenwestedt – nach finanziellen Schwierigkeiten von der Kieler Förde Sparkasse unter die

Fittiche genommen. Die Sparkasse

Mittelholstein – zwangsrekapitalisiert. Die Sparkasse Südholstein – bisher mit 160 Millionen Euro gestützt und seit fünf Jahren das größte Sorgenkind unter den öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten im Land.

Jetzt ein neuer Hilferuf aus Neumünster. Dabei sollte es derartige Kapitalprobleme eigentlich gar nicht mehr geben. Mit der Neufassung des Sparkassengesetzes und erweiterten Beteiligungsmöglichkeiten wollte die amtierende Landesregierung es den Sparkassen eigentlich erleichtern, mit Krisensituationen fertig zu werden und die künftig steigenden Kapitalanforderungen zu erfüllen. Ein gutes halbes Jahr ist das her – und schon der erste Ernstfall zeigt, dass das Gesetz rein gar nichts bewirkt. Weder Kommunen noch andere Sparkassen aus dem Land oder der Sparkassenverband können oder

wollen die von der Sparkasse Südholstein aufgerufenen Millionen Euro Kapitalhilfe bedienen. Das lässt nichts Gutes ahnen. Verschärfte Kapitalanforderungen werden in den kommenden Jahren in jedem Fall kommen. Wenn’s dann eng wird, stehen die Sparkassen alleine da. Das neue

Gesetz – von Ideologen geschmiedet – ist rot-grün-blauer Murks.

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von
erstellt am 08.Mai.2014 | 15:50 Uhr

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