Medienbericht : Regierung steht vor U-Boot-Geschäft mit Australien

Der „Spiegel“ berichtet von einem möglichen Auftrag in Höhe von 14 Milliarden Euro. Die Kanzlerin soll für das Geschäft geworben haben.

shz.de von
23. Januar 2015, 20:27 Uhr

Berlin | Die Bundesregierung setzt sich nach einem Medienbericht für ein U-Boot-Geschäft in Milliardenhöhe mit Australien ein. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe am Rande des G20-Gipfels in Brisbane Mitte November beim australischen Premierminister Tony Abbott für das deutsche Verkaufsangebot geworben, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ unter Berufung auf Regierungskreise. Es gehe um bis zu zwölf U-Boote.

Laut „Spiegel“ könnte der Auftrag ein Volumen von 14 Milliarden Euro haben und wäre damit eines der größten Rüstungsgeschäfte der Bundesrepublik. Eine Vorentscheidung darüber könnte bis Mitte des Jahres fallen. Die von Australien gewünschten U-Boote der Klasse 216 von ThyssenKrupp Marine Systems - mit Hauptsitz in Kiel - gibt es erst im Entwurf. Über die deutschen Exportpläne hatten in der Vergangenheit bereits andere Medien berichtet, darunter der „Focus“.

Die mit Brennstoffzellen betriebenen U-Boote sollen etwa 90 Meter lang sein und für bis zu vier Wochen lange Tauchgänge am Stück geeignet sein. Australien zählte im Jahr 2013 nicht zu den wichtigsten 20 Bestimmungsländern für deutsche Rüstungsgüter.

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