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Konservatives Forum Sankt Petersburg : Rechtsextreme Europas folgen Einladung aus Russland

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Rund 200 Mitglieder rechtsextremer Parteien haben in Sankt Petersburg über Werte, Tradition und den Ukraine-Konflikt gesprochen.

Sankt Petersburg | Die russische Vaterlandspartei hat Vertreter mehrerer europäischer rechtsextremer Parteien nach St. Petersburg eingeladen. Die Partei steht Präsident Wladimir Putin nahe. Rund 200 Mitglieder nahmen Teil. Unter anderem Georgios Epitidios von der griechischen Partei „Goldene Morgenröte“ oder Nicholas Griffin von der britischen „National Party“. Aus Italien kam Roberto Fiore, Gründer der „Forza Nuova“, die schon die Annexion der Krim unterstützte. Sie alle berieten in der russischen Metropole unter anderem über die Förderung von „traditionellen Werten“ im Hinblick auf Familie und Christentum. Unter den Rednern war auch Udo Voigt, NPD-Mitglied und Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres im Europaparlament, zu finden. Nicht anwesend waren Vertreter der französischen Front National, wie aus einer Teilnehmerliste der Veranstalter hervorgeht:

Das Forum sei der erste Schritt, eine gemeinsame Plattform gegen die „Bedrohung der Souveränität und der nationalen Identität“ zu schaffen, sagte Fjodor Birukow von der veranstaltenden Rodina-Partei. Weitere Themen des Treffens waren nach Angaben der Veranstalter auch die Ukraine-Krise und die als „arrogant“ bezeichnete Politik der USA. Udo Voigt nannte, nach Informationen von „Conflict Reporter“, in seiner Rede Hitler einen „großen deutschen Staatsmann“.

Putin, dem eine Nähe zu nationalsozialistischen Kräften im eigenen Land nachgesagt wird, kritisiert immer wieder die „faschistischen“ Tendenzen in der Ukraine. Viele rechtsextreme Gruppierungen in Europa symppathisieren in der Ukraine-Krise offen mit Russlands Präsidenten. Die Verteidigung der prorussischen Separatisten in der Ukraine sehen sie als legitim an.

Rund 40 Protestanten demonstrierten gegen das Treffen in St. Petersburg. Acht wurden von der Polizei festgenommen. Ihre Kritik: Kurz vor den Feiern zum 70. Jahrestag des Sieges über Nazideutschland würden Neonazis in Putins Heimatstadt eingeladen. Am Ende des Treffens war geplant, eine Resolution zu unterzeichnen. Aufgrund einer Bombendrohung wurde das Tagungshotel evakuiert und die Versammlung augelost, schreibt „zeit.de“.

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erstellt am 23.Mär.2015 | 12:30 Uhr

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