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Politik

18. August 2017 | 01:20 Uhr

Raus mit Lanz?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Langsam dämmert’s den Freunden des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Seinen Gegnern ist ein grandioser Coup gelungen, als sie Markus Lanz 2008 beim ZDF unterbrachten. Wer nach Beispielen sucht, wie das öffentlich-rechtliche „Qualitätsfernsehen“ sich selbst ad absurdum führt, sollte bei dem ehemaligen Moderator von RTL-„Explosiv“ oder „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ ruhig mal reinschauen. Gelegenheiten gibt’s mehr als genug. Mal kocht Lanz im ZDF, mal senkt er Niveau und Quote von „Wetten, dass..?“, dreimal pro Woche „talkt“ er zu später Stunde. Gerne mit FDP-Gästen, neulich aber auch mit der Linken Sahra Wagenknecht. Wie Lanz mit ihr umgegangen ist, hat der Medienjournalist Stefan Niggemeier auf seinem Blog dokumentiert (stefan-niggemeier.de/blog/tag/markus-lanz/). Ein Fragengeplapper, wie man es sich sinnloser kaum vorstellen kann.

Es hagelte Zuschauerbeschwerden beim ZDF. Auch im Internet laufen Zigtausende Sturm gegen den gesendeten Shit. Bis gestern haben über 200 000 die Petition „Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!“ unterschrieben (openpetition.de). Viele Zuschauer seien es leid, „von einem notorisch peinlichen Moderator durch diverse Sendeformate im Öffentlich Rechtlichen Rundfunk… geführt zu werden“, unterschreiben die Unterzeichner in der Begründung zur Unterschriftensammlung. 49 Tage dauert die Aktion noch. Wer jetzt darauf tippt, dass bis dahin eine Viertelmillion Verärgerte ihre Unterschrift abgeben, geht kein großes Risiko ein. Wer jeden Monat 17,98 Euro darauf verwettet, dass das ZDF den Herrn Lanz wieder zu RTL zurückschickt, könnte leider Pech haben.

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erstellt am 27.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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