Connewitzer Kreuz : Randalierer greifen Polizisten in Leipzig mit Böllern und Steinen an

Wasserwerfer der Polizei gehen an einer Kreuzung im Stadtteil Connewitz gegen Randalierer vor.
Foto:
1 von 3

Wasserwerfer der Polizei gehen an einer Kreuzung im Stadtteil Connewitz gegen Randalierer vor.

Mit Wasserwerfern will die Polizei brennende Müllcontainer löschen. Dann eskaliert die Situation weiter.

shz.de von
01. Januar 2018, 10:19 Uhr

Leipzig | In der Silvesternacht haben Randalierer in Leipzig Polizisten mit Böllern und Steinen beworfen. Über Lautsprecher hätten die Beamten die Angreifer verwarnt, teilte die Polizei in Leipzig am Neujahrsmorgen mit. Da sich diese weiterhin widersetzt hätten, habe die Polizei Wasserwerfer eingesetzt. Mehrere Personen wurden wegen schweren Landfriedensbruchs in Gewahrsam genommen. Die Polizei ermittelt.

Bis Mitternacht hatten sich den Angaben zufolge etwa 1000 Menschen im Bereich des Connewitzer Kreuzes versammelt. Nachdem dort mehrere Mülltonnen und verschiedene Gegenstände angezündet worden seien, sei die Polizei mit Wasserwerfern angerückt, um die Brände zu löschen. 40 bis 50 Personen hätten daraufhin Flaschen, Steine und Böller gegen die Fahrzeuge und die eingesetzten Polizisten geworfen.

Randalierer in Bremen beschießen Polizisten mit Feuerwerkskörpern

Auch in Bremen haben etwa 50 Randalierer in der Silvesternacht Bahnmitarbeiter und Polizisten mit Raketen beschossen und mit Böllern beworfen. Ein Beamter sei am Oberschenkel verletzt worden, habe aber weiterarbeiten können, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Der Vorfall ereignete sich auf dem Bahnhofsvorplatz. Einsatzkräfte nahmen mehrere Männer vorläufig fest und erteilten Platzverweise.

Auch im Bremer Szeneviertel Steintor kippte ab Mitternacht die Stimmung: Raketen und Böller flogen auf Polizisten. Mehrere Beteiligte erhielten Strafanzeigen. Insgesamt sprach die Polizei von einem arbeitsreichen Jahreswechsel mit 313 Einsätzen, darunter mehr als 50 Schlägereien. Die Einsatzkräfte mussten aber nicht so häufig ausrücken wie in den beiden Vorjahren - die Polizei führte dies auf den starken Regen zurück.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen