Twitter-Eklat am Sonntagabend : Ralf Stegner vergleicht Facebook-Chefin mit Beate Zschäpe

Sheryl Sandberg sehe aus wie Zschäpe, meinte Stegner. Danach versuchte er, den eigenen Schaden zu reparieren.

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06. Februar 2017, 14:37 Uhr

Bordesholm | Es sollte wohl ein Witz sein: SPD-Vize Ralf Stegner hat die Facebook-Chefin Sheryl Sandberg am Sonntagabend in einem Tweet mit der mutmaßlichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe verglichen. Stegner kommentierte ein Foto von Sandberg, auf dem sie neben US-Vizepräsident Mike Pence sitzt, mit den Worten: „Und ich dachte Frau Tschzäpe (Anmerkung der Red.: Rechtschreibfehler im Original) sei in U-Haft“. 

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Der Tweet wurde von FDP-Chef Christian Lindner retweetet, er fragte, ob Stegner, dass tatsächlich getwittert und dann wieder gelöscht habe? Darauf Stegners Antwort: „Sorry, Kommentar war Fehlgriff-wurde deshalb von mir unmittelbar gelöscht. Die damit verbundene Geschmacklosigkeit war nicht beabsichtigt.“

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Doch aus der Welt lässt sich der Tweet nicht mehr streichen, prompt folgen bei Twitter kritische Reaktionen. Einige Kommentatoren vergleichen Stegner mit Donald Trump.

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Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg (47) stammt aus einer jüdischen Familie, Beate Zschäpe ist die Hauptangeklagte im Prozess gegen das Neonazi-Terrorzelle vom NSU.

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Um den Ganzen den Hut aufzusetzen, hatte den Stegner den Namen von Zschäpe auch noch falsch geschrieben. In seinem Tweet hieß sie „Tschzäpe“. Auch das blieb nicht lange unbemerkt:

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Der Vorsitzende der Nord-SPD und Fraktionschef im Landtag hat in den letzten Jahren schon öfter mit Twitter-Einträgen für Ärger gesorgt.

Den wohl folgenschwersten setzte er am 15. Juli 2009 ab, als die Situation in der damaligen CDU/SPD-Koalition ausgesprochen angespannt war. „Medien zeigen Retro allenthalben: Politik und Publizistik im Stil vom SH der 70er,80er Jahre bevor Bjoern Engholm aufgeklart hat!“, schrieb Stegner seinerzeit. Für die CDU war das ein willkommener Anlass, das ungeliebte Regierungsbündnis zu beenden. Nur Stunden später ließen die Christdemokraten die Koalition platzen.

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