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Putin verhängt Importstopp für Westwaren

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Als Reaktion auf die Sanktionen des Westens hat Russland für ein Jahr Einfuhrverbote für Lebensmittel und andere Waren verhängt. Betroffen seien die Länder, die im Ukraine-Konflikt Strafmaßnahmen gegen Moskau erlassen haben, heißt es in einem Dekret von Kremlchef Wladimir Putin. Der Schritt diene den nationalen Interessen und der Sicherheit Russlands. Sanktionen erlassen hatten die EU und die USA, zudem Länder wie Kanada, die Schweiz oder Japan.

Das Einfuhrverbot umfasst demnach landwirtschaftliche Produkte, Käse, Lebensmittel und Rohstoffe. Weitere Verbote sollen folgen. Krankenhäuser sollten sich bald auf ein Importverbot von Medizintechnik einstellen, Behörden und Kommunen müssen auf ausländische Dienstwagen, Busse und Straßenbahnen verzichten. Putin betonte, dass diese Schritte nicht zum Schaden russischer Verbraucher sein dürften. Moskauer Medien hatten aber bereits nach einem Importstopp für Obst aus Polen vor Preisanstiegen von etwa 40 Prozent etwa bei Äpfeln gewarnt.

Zugleich wies Russland Vorwürfe einer Truppenkonzentration an der ukrainischen Grenze zurück. Die Behauptungen des Westens seien eine „Irreführung der Weltöffentlichkeit“, so das Verteidigungsministerium in Moskau. „Die USA sprechen von 10 000 Soldaten, die Nato spricht gar von 20 000. Das wäre den OSZE-Beobachtern in der Region kaum entgangen“, sagte ein Sprecher. Auch die Bundesregierung äußerte sich kritisch zu den Bewegungen des russischen Militärs.

Unterdessen nahm der Kampf um die Separatistenhochburg Donezk in der Ostukraine an Härte zu. Erstmals griff die ukrainische Luftwaffe Ziele nahe des Zentrums an. Bei den Attacken auf Stellungen der Aufständischen starben mindestens drei Zivilisten, so der Stadtrat. Wegen der Gefechte zog die OSZE Beobachter aus der Stadt ab.

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erstellt am 06.Aug.2014 | 16:37 Uhr

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