Ukraine : Putin unterzeichnet Krim-Vertrag – G8 suspendieren Russland

Als „verantwortungslos und eindeutig aggressiv“ bezeichnet Wladimir Putin die westlichen Sanktionen gegen sein Land. Künftig soll die Halbinsel Krim zu Russland gehören.

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18. März 2014, 14:49 Uhr

Sewastopol | Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Vertrag über die Aufnahme der völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel Krim unterzeichnet. Auch Vertreter der prorussischen Krim-Führung setzten am Dienstag im Kreml ihre Unterschriften unter das Dokument. Die noch ausstehende Zustimmung des Parlaments gilt als sicher.

Es werde zwei neue Subjekte Russlands geben, sagte Putin in einer umjubelten Rede an die Nation im Kreml. Es handelt es sich um die Republik Krim und die dortige Hafenstadt Sewastopol. Die große Mehrheit der Russen und der Krim-Bewohner sei dafür. „Nur das Volk ist der Quell aller Macht.“ 

Putin bezeichnete das international nicht anerkannte Krim-Referendum über eine Angliederung an Russland als „überzeugend“. Es sei demokratisch und im Einklang mit internationalem Recht abgelaufen. Er verurteilte die vom Westen verhängten Sanktionen gegen sein Land. „Wir betrachten ein solches Vorgehen als verantwortungslos und eindeutig aggressiv.“ Russland werde angemessen darauf reagieren.

Nach Angaben von Frankreichs Außenminister Laurent Fabius wurde Russland wegen der Krim-Krise aus der Gemeinschaft der führenden Wirtschaftsnationen (G8) suspendiert. „Wir haben beschlossen, Russlands Teilnahme auszusetzen“, sagte Fabius dem Sender Europe 1. Die sieben führenden Industrieländer würden sich ohne Russland treffen. Auch über seinen Twitter-Account verbreitete Fabius die Information, die in anderen G8-Hauptstädten bislang nicht kommentiert wurde.

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