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Gespräch zwischen Lawrow und Trump : Putin springt Trump zur Seite – indem er Gesprächsnotizen anbietet

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Der US-Präsident steht unter Druck. Jetzt mischt sich der russische Staatschef in die Debatte ein.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2017 | 16:29 Uhr

Sotschi | Russland bietet dem in der Affäre um angeblichen Geheimdienstverrat bedrängten US-Präsidenten Donald Trump ungewöhnliche Hilfe an. Der Staatschef Wladimir Putin erklärte sich bereit, die russischen Notizen zur Unterredung Trumps mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow bereitzustellen. „Wenn die US-Regierung das für möglich hält, sind wir bereit, eine Mitschrift des Gesprächs zwischen Trump und Lawrow dem Senat und dem US-Kongress zur Verfügung zu stellen“, sagte Putin am Mittwoch in Sotschi vor der Presse. Zu der Kontroverse in den USA sagte er, dort entwickele sich „politische Schizophrenie“.

Die mittlerweile viermonatige Präsidentschaft Donald Trumps wird von kleineren und größeren Skandalen überschattet. Zuletzt soll er in einem Gespräch vergangene Woche geheime Informationen preisgegeben haben. In den USA wird ihm vorgeworfen, damit die Quellen eines befreundeten ausländischen Geheimdienstes gefährdet zu haben. Doch noch immer hat er Unterstützer. Die Frage ist, wie lange sie ihm noch treu bleiben.

Trump hatte am Dienstag die umstrittene Weitergabe von Informationen als angemessen verteidigt. Er habe Lawrow lediglich Fakten über Terrorismus und Flugsicherheit weitergegeben. Dazu habe er als Präsident das Recht.

Laut „Washington Post“ soll Trump bei dem Treffen mit Lawrow heikle Details über einen Anschlagsplan der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) offenbart haben. Die Informationen stammten demnach von dem Geheimdienst eines mit den USA befreundeten Landes, der sie aus dem inneren Zirkel des IS haben soll. Russland dementierte die Berichte als „fake news“. Spekulationen zufolge sollen die Informationen aus Israel kommen.

In US-Medien wurde Trump unterstellt, mit den Informationen geprahlt zu haben. Dabei handelte es sich um die Gefahr von Anschlägen mit Hilfe von Laptops an Bord von Flugzeugen. Trumps Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster sagte, Trump habe in „keiner Weise“ Quellen oder Geheimdienstmethoden kompromittiert. Man sei auch nicht besorgt, dass andere Geheimdienste die Zusammenarbeit mit den USA einstellen könnten. Die Informationen, die Trump geteilt habe, seien „völlig angemessen“ gewesen.

In der Affäre wird Trump auch aus den Reihen der eigenen Republikanischen Partei kritisiert. Sie trifft den Präsidenten zu einer Zeit, in der er wegen des Streits um die Entlassung des Chef der Bundespolizei FBI, James Comey, unter Druck ist. Belastet wird Trump von einer Notiz des ehemaligen FBI-Chefs James Comey. Laut verschiedenen Medienberichten soll Trump ihn um eine Einstellung der Russland-Ermittlungen rund um Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn gebeten haben. Sollte sich das bewahrheiten, hätte Trump in die Justiz eingegriffen - und seine Präsidentschaft wäre mehr denn je bedroht.

Warum es für ihn eng wird, können Sie hier nachlesen.

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